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Große Bühne für Roger Cicero in St. Wendel

Die Organisatoren der Musikfestspiele Saar locken die Künstler in die Region – für den guten Ton bei den Konzerten sorgt dann die Firma Triacs aus Föhren. Projektleiter Jürgen Wiedemann selbst ist seit zehn Jahren in Sachen Veranstaltungstechnik unterwegs. Als 2011 die Spanische Hofreitschule Wien anlässlich der Musikfestspiele in St. Wendel gastierte, war auch Wiedemann vor Ort. Aktuell laufen die Vorbereitungen für zwei Konzerte am ersten Juniwochenende in St. Wendel : am Smastag, 6. Juni, tritt Roger Cicero samt Band auf, am Sonntag, 7. Juni, die Filharmonia Podkarpacka bei der „Chopin Night“.

Veranstaltungsort ist in beiden Fällen die Mott. Diese wird in nur zwei Tagen zu einer Konzertarena rausgeputzt. Am 4. Juni rückt das Team um Wiedemann an, um die Bühne aufzubauen. Zwölf Leute sind am Werk, wenn das 16,5 Meter breite und 13 Meter tiefe Konstrukt aufgebaut wird. „Platziert wird die Bühne halb rechts vor dem Mia-Münster-Haus“, informiert Wiedemann. Letzteres diene als Garderobe für die Künstler. Die Größe der Bühne orientiert sich am zweiten Konzert. Denn für Sänger Roger Cicero und seine Band hätte eine Standard-Bühne mit einer Breite von zehn Metern und einer Tiefe von acht Metern ausgereicht. Doch beim Orchester wirken um die 70 Musiker mit, die allesamt Platz finden müssen. Hinzu kommt die technische Ausstattung. Die ist am zweiten Konzerttag ebenfalls deutlich umfangreicher.

Während die Veranstaltungstechniker bei Roger Cicero mit 20 Mikrofonen auskommen, braucht es beim Orchester 50 bis 60. „Das ist ein ganz anderes Kaliber“, sagt Wiedemann. Auch was die Beschallung betrifft. Während Open Air Soul-, Jazz-, und Rock-Konzerten zugute kommt, ist ein Klassik-Konzert unter freiem Himmel eine Herausforderung. Es fehlen die Reflexionen der Hallenwände. „Diese sind bei der Klassik gewünscht, die Halle arbeitet quasi mit“, erklärt Wiedemann. Ein klassisches Orchester lebe vom natürlichen Klang. Im Bestfall sei die Konzerthalle so gebaut, dass diese den Klang des Orchesters trägt und es nicht verstärkt werden muss. Open Air fallen die Reflexionen der Hallenwände weg. „Es ist auch schwierig für das Orchester, weil es sich selbst nicht hört“, sagt Wiedemann.
 

Aufbau ab Donnerstag

Ein Team von neun Leuten wird sich am zweiten Konzerttag um die Technik kümmern, bei dem Auftritt von Roger Cicero sind es sechs. Während die Bühne an diesem Donnerstag, 4. Juni, aufgebaut wird, geht es am Freitag, 5. Juni, rein um die Technik. 700 bis 800 Meter Kabel werden benötigt – vom Strom- bis zum feinen Mikrofonkabel.

Privat hört Wiedemann auch gerne mal Klassik – in St. Wendel ist er aber besonders auf Roger Cicero gespannt. Er habe sich einige Videos von Jazzkonzerten angeschaut. Zuvor kannte er nur die Swingmusik des Künstlers. Cicero gelang 2006 sein Durchbruch – mit elfköpfiger Swing-Big-Band und deutschen Texten. Seit 2013 präsentiert er auch Jazzklassiker, begleitet von einem Musiker-Trio.

In zehn Jahren Veranstaltungstechnik hatte Wiedemann mit vielen verschiedenen Künstlern zu tun. Auch mit deren Allüren? „In der Regel ist es so, dass je bekannter ein Künstler ist, desto umgänglicher“, so die Erfahrung Wiedemanns. Zickig seien eher die nicht so berühmten Musiker.

Zwei Tage Aufbau, zwei Tage Konzerte und am 8. Juni verschwindet die Bühne samt Technik wieder von der Mott. Für Wiedemann ist das Alltag. Doch trotz aller Routine sagt er: „Eine gewisse Grundaufregung muss da sein – ohne die funktioniert es nicht“.

 

Zum Thema:

AUF EINEN BLICKIn Kooperation mit St. Wendel veranstalten die Musikfestspiele Saar zwei Konzerte. Am Samstag, 6. Juni, 20.30 Uhr, tritt Roger Cicero auf, davor spielt die Big Band Urknall (ab 19 Uhr). Am Sonntag, 7. Juni, 18 Uhr findet die „Chopin Night“ statt. Karten gibt es unter anderem bei Buch & Papier Klein. Kartenvorverkauf: Tel. (06 81) 97 61 00. evy musikfestspielesaar.de
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