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Große Welle der Hilfsbereitschaft beim Sulzbacher Kinder-Second-Hand-Markt

In Sulzbach hatte am Wochenende der traditionelle Kinder-Secondhand-Markt stattgefunden. Nach seinem Ende hatten die Aussteller sich spontan für eine große Spendenaktion entschieden. Sie hatten einen Großteil ihrer Waren nicht mehr mitgenommen, sondern an Flüchtlinge abgegeben. Am Ende waren zwei komplette Räume der Turnhalle gefüllt mit Kleidung, Spielsachen und Autositzen. Norbert Marzlin vom Technischen Hilfswerk (THW) Friedrichsthal bot seine Hilfe bei der Verladung der Waren an und stand am Montagmorgen mit großem Auto und Anhänger bereit. Bernd Jost stellte einen Transporter seines Autohauses zur Verfügung. Die Schulklasse FOS 12.2 des Berufsbildungszentrum Sulzbach half beim Beladen. Dann ging's nach Eppelborn zur Kleidersammelstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Bei der Ankunft in Eppelborn wurde der Konvoi schon erwartet. Viele Helfer standen bereit, um die Ware abzuladen und zu sortieren. Unter ihnen auch Kasem Haroun, ein Flüchtling aus Syrien, der seit drei Monaten im Saarland ist und seit Wochen jeden Tag hier hilft und so nebenbei die deutsche Sprache lernt. Wie Katja Biesel, Organisatorin in der Sammelstelle, der SZ mitteilt, nutzt die Kleiderkammer aktuell zwei große Hallen in der Juchem-Straße in Eppelborn, die das Möbelunternehmen Arop kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte. Die Staatskanzlei hat Schwerlastregale organisiert und die Firma Juchem versorgt die freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer täglich mit Lebensmitteln. Aktuell arbeiten zwischen 15 und 40 Helfer jeden Tag daran, die gespendeten Waren zu kontrollieren und nach Art, Größe und Bedarf zu sortieren. Biesel, die sich vor rund sieben Wochen als freiwillige Helferin gemeldet hat, beendete gerade erst ihr Studium zur Ingenieurin für Verfahrenstechnik. Zwischenzeitlich hat sich die gesamte Familie eingebracht. Ihre Mutter leitet die Frauen- und Kinderausgabestelle vor Ort in Lebach und ihr Vater baut spezielle Aufnahmeboxen für Bettwäsche und weitere Waren.

Was vor einigen Wochen in der Dörrenbach Turnhalle mit 20 Tischen und säckeweise unsortierter Kleidung begann, hat heute ein System und ist dank der vielen Helfer vor Ort auch auf die nächsten Monate ausgelegt. Die Ausgabestellen im Flüchtlingslager übermitteln mehrmals täglich den Bedarf vor Ort und diese Ware wird mit DRK-Fahrzeugen innerhalb kürzester Zeit nach Lebach gebracht. Größten Bedarf haben die Helfer aktuell an kleinen Kleidergrößen für Männer (M/S) und für Frauen (XS/S). Die abgelieferte Ware kann aktuell aus organisatorischen Gründen nur Dienstag und Donnerstag zwischen 9 und 12 Uhr angenommen werden. Man arbeite aktuell auch an einer späteren Annahmemöglichkeit und auch eine „Spätschicht“ beziehungsweise einen Wochenend-Dienst für berufstätige Helfer einzurichten. Dies werde aber noch einige Wochen dauern.

Jedes Kleidungsstück, sagt Biesel, wird auf Zustand, Größe und Bedarf gesichtet und sortiert. Man sei überwältigt von der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Um den Helfern vor Ort die Arbeit zu erleichtern, wird darum gebeten, dass nur Ware angeliefert wird, die sofort tragbar ist, Schuhe sollten gebündelt sein, Kleidung nach Größe und Art vorsortiert sein. Aktuell werden gebraucht: Kinderwagen, Sportschuhe für Männer (38 bis 45) und Frauen (34 bis 40), Zehentreter-Sandalen, Kinderkleider. Zur besseren Ausstattung der Kleiderkammer in Eppelborn werden stapelbare Kisten, Schwerlastregale, ein Laserdrucker mit ausreichend Toner und Etikettendrucker samt Etiketten aktuell dringend benötigt.
 
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