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Großeinsatz in SB: Polizei stoppt 1300 Autofahrer

Von SZ-Redakteur Peter Wagner

Saarbrücken. Das beherrscht der Köllertaler Polizeichef Gerhard Schmitt wie kein Zweiter: Sogar aus einiger Entfernung und im Dunkeln sieht der Erste Polizeihauptkommissar, wenn Insassen vorbeifahrender Autos nicht angeschnallt sind. „Vorposten“ Schmitt, kaum hat er die Ordnungswidrigkeit erkannt, gibt den Wagentyp per Funk an den Anhalteposten weiter, wo sogleich 35 Euro Verwarnungsgeld fällig werden. Beim Kontrolltag der Polizei im gesamten Bezirk Saarbrücken-Land in der Nacht zum Samstag waren denn auch Schmitt und seine „eingespielten“ Mitstreiter besonders erfolgreiche Gurtmuffel-Erwischer. Es traf Dutzende.

Wenn bei der Nachbetrachtung des ersten bezirksweiten Kontrolltages des Jahres (drei weitere sollen folgen) von „hoch motivierten Mitarbeitern“ die Rede war, galt dies denn auch für die Führungskräfte. In allen vier Inspektionen – Brebach, Völklingen, Sulzbach und Köllertal – waren die Chefs oder Vizechefs mit auf der Straße, um in der Vorfastnachtsszeit Einsatzbereitschaft vor allem gegen Alkohol am Steuer zu zeigen.

Von 1320 kontrollierten Fahrern fielen zwei Angetrunkene (unter 1,1 Promille) und zwei Betrunkene (deutlich darüber) auf. Die Einsatzleiter Rudi Pauly und Helmut Schliwinsky hatten es am Ende leicht und taten es wohl auch gern, die „durchweg disziplinierten Verkehrsteilnehmer“ zu loben. Wollte heißen: Es wurden so gut wie keine schweren Verstöße entdeckt.  Allerdings verzichteten die 41 kontrollierenden Beamten auch darauf, sich an Trinker-Schleichwegen oder in der Nähe von Hallen mit buntem Treiben zu postieren. Die Kontrollstellen wurden selbst dann noch aufrechterhalten, wenn sie durch Radiomeldungen enttarnt („verbrannt“) waren.


Breite Signalwirkung war in dieser Nacht wohl wichtiger als Ergebnisoptimierung mit allen Mitteln der Repression. Beruhigend zu sehen war für die Gesetzeshüter, dass die überwältigende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer die Kontrolle von Personen und Fahrzeugen ohne Murren akzeptiert. Gut eingebunden (in Brebach und Völklingen) waren erneut uniformierte Polizisten aus Forbach und Saargemünd.
Sie haben keine hoheitlichen Befugnisse in Deutschland, strahlten aber Autorität aus und machten sich als Dolmetscher verdient. Die Männer der Police National staunten hier und da über die Großzügigkeit des deutschen Gesetzgebers gegenüber Verkehrssünden. Dass man Verwarnungsgelder zur Annahme „anbietet“, ist ihnen fremd, sie greifen dem Vernehmen nach zu Hause konsequenter und teurer durch. Unter den vier Alkoholsündern war übrigens auch eine 43-jährige Lothringerin (in Hanweiler).

Die beiden strafbewehrten Trunkenheitsfahrten wurden im Bereich der Inspektion Sulzbach unterbunden. Zur Blutprobe mussten ein 33-jähriger Saarbrücker und eine 45-jährige Friedrichsthalerin. Insgesamt wurden fünf Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und 89 Bargeldverwarnungen ausgesprochen, die meisten von Schmitt.


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