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Großer Empfang für Frodo und Co.



Was war das gestern für ein Trubel beim Empfang der saarländischen Olympia-Teilnehmer an der Hermann-Neuberger-Sportschule. 15 Saarländer nahmen in Peking teil, von ihnen war aber mit Nina Wengert. Alex Vieweg, Simon Kirch, Kosta Schneider und Eugen Spiridonov nur ein Teil da. Die anderen waren in Urlaub oder auf Lehrgängen.

Egal, es drehte sich nämlich so gut wie alles nur um "Goldjunge" Jan Frodeno. Für den gab es jede Menge Geschenke. Unter anderem freute sich Frodo über eine gerahmte SZ-Seite, auf der Glückwünsche standen. Diese Gratulationen schrieben uns die SZ-Leser über unsere Internetseite. Daneben gab es Schecks, Blumen und eine Torte mit seinem Bild für Frodeno. A propos Bild. Ein bekannter Maler hatte extra eilends für Frodeno ein riesiges Porträtbild vom Moment, in dem er die Ziellinie überquerte, gepinselt. "Wow, das ist echt geiler als ein Foto", freute sich der Triathlet, für den es sogar Applaus gab, als er die Treppen an der Landessportschule hochkam. Gänsehaut kam auf, als Ausschnitte des Rennens sowie des TV-Treffs an der Sportschule um vier Uhr nachts gezeigt wurden. Sogar ein Lied gab es extra für Frodeno. Eine Sängerin überraschte ihn mit einer Version von Tina Turners "Simply the best", bei der Jan mitsingen sollte. Über ein paar verlegene Worte kam er aber nicht hinaus.

Überhaupt hatte Frodeno angesichts der Reizüberflutung des Tages viel zu verarbeiten. Insgesamt kamen rund 250 Gäste zu der Ehrung, bei der Gerd Meyer, Präsident des Landessportverbandes, und Ministerpäsident Peter Müller sprachen. Meyer wies auch auf die acht Athleten hin, die es unter die Top Ten geschafft hatten. So hätten vor allem Eugen Spiridonov (Vierter mit der Mannschaft) Pech gehabt. Das sah auch Müller so: "Hätten alle so konstant und fehlerfrei geturnt wie er, hätten wir eine weitere Medaille." Viel Pech, auch daran erinnerte Meyer, hatten auch Huaiwen Xu, die eine schlechte Auslosung hatte. Trotzdem bot sie beim Viertelfinal-Aus gegen die Weltranglisten-Erste ein tolles Spiel und verlor nur knapp mit 19:21 und 20:22. Komplettiert wurde das Pech von den Kühner-Brüdern, deren Boot nach Platz eins im Vorlauf nicht mehr starten konnte. Denn drei Besatzungsmitglieder hatten sich den Magen verdorben. Insgesamt überwog aber der Glanz von Frodos Goldmedaille vieles und verleitete auch Müller zu dem schönen Satz: "Mir sinn saustolz uff Sie."
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