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Großfeuer in Walhausener Scheune - Brandstiftung?

Mit einem Radlader schaffen THW-Mitarbeiter Platz für die Löscharbeiten der Feuerwehr.

Mit einem Radlader schaffen THW-Mitarbeiter Platz für die Löscharbeiten der Feuerwehr.

Ein weithin zu sehender, bedrohlich heller Lichtschein erfüllte am Freitag den dunklen Nachthimmel über Walhausen und Steinberg- Deckenhardt. Auf einem Grundstück zwischen L 319, die beide Ort verbindet, und der Bahnlinie Saarbrücken– Frankfurt stand eine Scheune lichterloh in Brand. Drinnen waren ein Traktor, Heuballen sowie Tiere untergebracht. In unmittelbarer Nähe: eine kürzlich erst in Betrieb genommene Photovoltaikanlage auf einer Freifläche, die Haushalte mit Strom versorgen soll. Laut einem Türkismühler Polizeisprecher gingen gleich mehrere Notrufe gegen 23.10 Uhr unter anderem auch bei der saarländischen Rettungsleitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg ein. Die ersten eintreffenden Feuerwehren sahen sich bereits mit einem Großbrand konfrontiert. Ein weiteres Problem: Woher das Löschwasser nehmen?

Nach Angaben von Nohfeldens Feuerwehrsprecher Daniel Gisch ist der nächste Hydrant von der Unglücksstelle rund 700 Meter Weit über 100 Helfer von Feuerwehr, THW, Polizei und DRK waren ab spätem Freitagabend bis Sonntag im Einsatz, um Flammen nahe einer Photovoltaikanlage in den Griff zu bekommen. Immer wieder kokelte es. Die Arbeiten waren schwierig. entfernt. Also mussten seine Kollegen zuerst einmal eine Leitung legen, um gegen die Flammen vorgehen zu können. Unterdessen rückten weitere Löschbezirke aus. Auch das Technische Hilfswerk (THW) aus St. Wendel wurde angefordert.

Wie Markus Tröster mitteilt, kümmerten sich zehn THWler der Fachgruppe Räumen darum, mit einem Radlader die lodernde Scheune einzureißen. Erst so kamen die Feuerwehrleute ans Innere zum eigentlichen Brandherd. Bis dahin hatten sie sich darum bemüht, dass sich die Flammen nicht auch aufs Umfeld ausbreiten. Den Helfern gelang es unterdessen, die Landwirtschaftsmaschine und Tiere zu retten. Doch für das Gebäude kam der Einsatz zu spät. Die Rettungstrupps entschieden, es kontrolliert abbrennen zu lassen.

Die Arbeiten dauerten bis Samstagmorgen. Damit nicht genug: Immer wieder entzündeten sich Glutnester, meldet Gisch. So mussten die Wehren bis 16.30 Uhr am Samstag immer wieder raus. Heu und Stroh qualmten sogar am Sonntag abermals. Erneuter Alarm ertönte gegen 9.30 Uhr, wenig später ein weiteres Mal. Nach ersten Ermittlungen gehen Polizisten davon aus, dass Brandstifter am Werk waren. Dabei entstand ein geschätzter Schaden von 25 000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Landstraße war in der Nacht auf Samstag gesperrt.


AUF EINEN BLICK

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus zehn Löschbezirken: Nohfelden, Walhausen, Mosberg, Selbach, Eiweiler, Türkismühle, Bosen, Sötern, Gonnesweiler, Hasborn. Das Technische Hilfswerk (THW) aus St. Wendel unterstützte mit einem Radlader. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) versorgte die Helfer. Polizisten sicherten. Auch Vertreter des kreisweiten Energieversorgers WVW waren vor Ort. Insgesamt rund 130 Menschen halfen. (Quelle: Feuerwehr, THW, Polizei) hgn
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