L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Grüne: Nordumfahrung Merzig ist rausgeworfenes Geld

Die Grünen-Fraktion im saarländischen Landtag bleibt bei
ihrer Ablehnung der geplanten Nordumfahrung Merzig.

Die Grünen-Fraktion im saarländischen Landtag bleibt bei ihrer Ablehnung der geplanten Nordumfahrung Merzig.

Merzig. Auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden im Merziger Stadtrat, Klaus Borger, und des Merziger Ortsverbands- Vorsitzenden, Michael Rauch, haben sich Hubert Ulrich und Simone Peter am Wochenende über die aktuelle Verkehrsituation in Merzig informiert. Peter, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagfraktion, erklärt: „Die heutige Ortsbegehung hat ganz klar gezeigt, dass die bereits erfolgte verkehrliche Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Merzig den gewünschten Effekt mitbringt. Die Maßnahmen führen zu einer deutlichen Entlastung der Innenstadt.“

Dies spiegelt sich auch in dem Umweltverträglichkeitsgutachten der Landesregierung zur Nordumfahrung wider, das im Verkehrsausschuss des Landtages vorgestellt wurde. Die frühere Umweltministerin in der Jamaika- Koalition kommt zu dem Schluss: „Das Gutachten kommt zu dem klaren Fazit, dass die Optimierung der Ortsdurchfahrt Merzig sehr ähnliche Effekte auf den Verkehr in Merzig hat. Aus verkehrlicher Sicht besteht für die Nordumfahrung Merzig somit keine Notwendigkeit.“

Ulrich, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Landtagsfraktion, ergänzt: „Die Fakten liegen ja bereits auf dem Tisch, heute konnten wir uns vor Ort selbst überzeugen: Die Nordumfahrung Merzig ist volkswirtschaftlicher Unsinn.“ Da die Verbesserungen bei der Ortsdurchfahrt Merzig bereits eine erhebliche Entlastung brächten, wären die mindestens 20 Millionen Euro, die der Bau dieser Straße nach heutigem Stand kosten würde, aus seiner Sicht „zum Fenster rausgeworfenes Geld“. Es sei gutachterlich bestätigt, so Ulrich, dass die Nordumfahrung nur eine Entlastung des Verkehrs von 17,5 Prozent mitbringen würde. „Normalerweise führt eine Straße dieses Umfangs mindestens zu einer Entlastung von 40 bis 50 Prozent.

Zudem gibt es derzeit keine Variante der Straßenführung, die sich umweltverträglich gestalten würde.“ Das Umweltverträglichkeitsgutachten habe gezeigt, dass alle untersuchten Varianten mit hohen bis sehr hohen Risiken für die Umwelt verbunden seien. „Aufgrund der volkswirtschaftlichen Widersinnigkeit des Projektes kann sich die Landesregierung die kostenträchtige Suche nach einem Schlupfloch aus der bestätigten Umweltunverträglichkeit sparen. Die Pläne zur Nordumfahrung müssen im Sinne der Umwelt und der Steuerzahler gestoppt werden“, fordern Simone Peter und Hubert Ulrich abschließend. red

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