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Grüne bremsen beim Stadion-Umbau

An der Frage, ob Saarbrücken überhaupt ein Stadion braucht, scheiden sich die Geister.

An der Frage, ob Saarbrücken überhaupt ein Stadion braucht, scheiden sich die Geister.

Saarbrücken. Die Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Karin Burkart, kritisiert, dass jetzt schon im Investitionshaushalt des städtischen Gebäudemanagementbetriebes (GMS) für den Umbau des Ludwigsparkstadions 27 Millionen Euro bis zum Jahr 2014 vorgesehen sind, „ohne dass eine politische Diskussion darüber geführt wurde“.

Diese Diskussion im Stadtrat ist aus Sicht der Grünen Voraussetzung dafür, dass die Stadt elf Millionen Euro bereitstellt. 16 Millionen Euro sollen vom Land kommen. „Noch ist die Frage, ob die Landeshauptstadt überhaupt ein Stadion braucht, nicht beantwortet. Hier scheiden sich die Geister“, sagt Burkart.

Auch die Frage, wie die Stadt die Kosten für einen Umbau finanzieren soll, sei noch offen. Ebenso offen sei „die entscheidende Frage, wie viel Miete der 1. FC Saarbrücken als Hauptmieter zu zahlen in der Lage sein wird“. Eine Entscheidungshilfe soll hier die Machbarkeitsstudie geben, mit der die Landeshauptstadt das Institut für Sportstättenberatung in Euskirchen beauftragt hat.

„Da außer der Finanzierungsfrage auch die verkehrlichen Belange für die Machbarkeit eines Stadionumbaus von grundsätzlicher Bedeutung sind, enthält diese Studie auch die Kosten für eine Verkehrsuntersuchung sowohl für ein Parkkonzept als auch für ein Anwohnerschutzkonzept“, erklärt Burkart. Diesen Prozess haben die Grünen „bisher als ordentliches Verfahren unterstützt“, sagt die Fraktionsvorsitzende. Nun erhoffe sich die Fraktion Antworten auf bisher offene Fragen. Burkart stellt aber klar: „Allerdings kritisieren wir deutlich, dass im Wirtschaftsplan des GMS Beträge in Millionenhöhe bis 2014 zur Realisierung eines Umbaus eingestellt sind. Wir sehen darin eindeutig eine Vorfestlegung und einen Versuch, über den Haushalt des GMS Fakten zu schaffen, ohne die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie abzuwarten. Hier wurde der zweite Schritt vor dem ersten getan. Denn auf Basis der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie muss erst einmal die politische Diskussion im Stadtrat sowie in und mit der Öffentlichkeit geführt werden. Je nachdem, wie diese Diskussion sich gestaltet, ist dann als letzter Schritt eine finanzielle Festlegung in Wirtschaftplänen der Stadt gerechtfertigt.“ red
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