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Grundschul- Lehrer steht ab heute wegen Missbrauchs vor Gericht

Von SZ-Redakteur Wolfgang Ihl

Saarbrücken. Vor dem Landgericht beginnt heute der Strafprozess gegen einen 61 Jahre alten Grundschullehrer aus dem Saarland. Dem Pädagogen, der Jahrzehnte im Schuldienst gearbeitet hat, werden 55 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen angelastet. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann im Einzelnen vor, in den Jahren 1990 bis 2008 mehrere Grundschülerinnen unsittlich berührt und damit sexuell missbraucht zu haben. Die Anklage listet insgesamt 55 Fälle zum Nachteil von fünf Schülerinnen auf. Der 61-jährige Angeklagte, der auch in der Jugendarbeit eines großen Sportverbandes aktiv gewesen sein soll, weist diese Vorwürfe bislang zurück.

Die Ermittlungen der Polizei gegen den Mann hatten Anfang September vergangenen Jahres begonnen. Auslöser war die entsprechende Strafanzeige der Eltern einer der Schülerinnen. Daraufhin wurde der Lehrer vom Dienst suspendiert, wenige Tage später kam er zudem in Untersuchungshaft. Ob seine mutmaßlichen Opfer als Zeuginnen vor Gericht aussagen werden, ist offen und hängt auch vom Verhalten des Angeklagten ab. Sollte er ein umfassendes Geständnis ablegen und damit den Sachverhalt aufklären, dann könnte er den Mädchen die Belastung einer Vernehmung im Prozess ersparen. Das wiederum würde dem Beschuldigten einen gewissen Strafnachlass einbringen. Ohne Geständnis des Angeklagten muss eine umfangreiche Beweisaufnahme beginnen. Dabei müssten dann wohl auch die Opfer und andere Kinder aus der Schule des Pädagogen als Zeugen aussagen. Dies dürfte zum Schutz der Kinder und Jugendlichen weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit ablaufen. Der Prozess ist vorerst auf drei Sitzungstage bis Ende Februar terminiert.

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