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Grusel-Kostüme und Kürbisse sind angesagt

Saarbrücken. Von 24 Millionen Euro in 2007 auf 29,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr ist laut Angaben der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren der Umsatz angestiegen, der in Deutschland zu Halloween mit Kostümen und Schminkartikeln erzielt wird. Mit der rasant wachsenden Popularität des US-Brauches in Europa „be-geistern“ sich auch immer mehr Fans des Geisterfests für die passenden Outfits.
In der Region scheint die Halloween-Mode ebenfalls im Trend zu liegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine nicht repräsentative Umfrage der SZ: „Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren gestiegen“, hat auch Vevi Hoffmann vom gleichnamigen Kostümverleih in St. Ingbert festgestellt.
Aber welche Outfits bevorzugen die Deutschen zu Halloween? Die Shopping-Suchmaschine „twenga.de“ hat eine Hitliste aufgestellt – mit überraschendem Ergebnis: Statt den in den USA sehr beliebten, Furcht einflößenden Verkleidungen, bevorzugten die über 35 Millionen Nutzer der Internetseite eher niedliche, aus Filmen und Märchen inspirierte Kostüme. Bei den Masken führen Minnie Maus, Alice im Wunderland und Star Wars die Top Ten an; bei den Kostümen sind es Star Wars, Arielle die Meerjungfrau und Robin Hood.
Diesen Trend können die saarländischen Händler jedoch nicht bestätigen: „Bei uns sind Hexen besonders beliebt“, erklärt Helga Seel von der Fialeitung des „Rofu Kinderlandes“ in Saarbrücken.
In der Saarbrücker Karstadt-Filiale, die seit einigen Jahren eine eigene Halloween-Abteilung betreibt, gehen ebenfalls vor allem schrille Masken und Outfits. Und auch die Kunden des Kostümverleih Hoffmann mögen es lieber „richtig gruselig“. Besonders angesagt seien zurzeit das Modell „Kopflos“, Halbmasken, die zu zotteligen Kleidern getragen werden, und Verkleidungen mit Licht- und Ton-Effekten wie ein beleuchteter Totenkopf.
Zwar gebe es auch einige Kunden, die als Rotkäppchen oder Schneewittchen zur Halloween-Party gehen wollen, so Vevi Hoffmann. Doch diese Kostümen würden dann mit Gruselmasken kombiniert. Beliebt seien zudem Outfits im Gothic-Stil. Die Nachfrage nach Dirndl und Lederhosen sei ebenfalls groß. Denn während es die einen schaurig-schön mögen und auf Halloween-Partys gingen, feierten andere zünftig Oktoberfest.
„Männer verkleiden sich immer mehr“, hat Helga Seel vom „Rofu Kinderland“ einen weiteren Trend beobachtet. Und Helmi Clemens von „Karstadt“ bemerkt, dass Frauen auch an Halloween darauf achteten, dass ihre Outfits zwar gruselig, aber dennoch figurbetont seien. Im Schnitt ließen sich die Kunden des Warenhauses den Geisterspaß zwischen zehn und 30 Euro kosen. Mit den Umsätzen, die an Fastnacht mit Kostümen erzielt werden, seien die Zahlen an Halloween jedoch nicht vergleichbar, waren sich alle Befragten einig. Hoffmann schätzt, dass die Nachfrage nur ein Zehntel der der närrischen Saison beträgt.
 


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