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Günter Zach betreut in der Vogelauffangstation Nalbach Jungvögel

In Kerls großen Flugvolieren päppelt dieser junge Greifvögel auf, bis sie bereit sind zum Auswildern und er beherbergt auch verletzte Tiere wie den Mäusebussard, bis sie wieder sicher fliegen können und sich selbst ernähren.

In der Vogelauffangstation von Günther Zach in Nalbach ist einiges los. Denn genau 220 Vögel hat Zach in den ersten fünf Monaten des Jahres bereits versorgt.

Unser Gespräch mit Günther Zach wird begleitet vom hartnäckigen Zwitschern hungriger Jungdohlen. Ein rundes halbes Dutzend von ihnen wartet nämlich auf sein Frühstück. Eingeliefert wurden sie von Schornsteinfegern. „Dohlen sind ursprünglich Waldvögel und Höhlenbrüter“, erklärt Günther Zach. Aber durch die Zersiedlung ihres Lebensraumes seien viele dieser Vögel in die Stadt ausgewandert. Besonders große Kolonien gebe es in Saarlouis und in Schmelz. Dort siedeln sie nicht nur in Kirchtürmen und anderen Hohlräumen, sondern auch in Schornsteinen. „Die Nester verstopfen die Kamine völlig, so dass sie entfernt werden müssen“, weiß Zach.

Deshalb gibt es auch gleich einen Appell von Günther Zach an alle Schornsteinfeger: „Liefern Sie die Jungvögel, die Sie in den Nestern finden, bei uns ab und werfen Sie sie nicht einfach in die Mülltonne.“ Denn die Dohle, die übrigens im Jahr 2013 der Vogel des Jahres war, ist ein ausgesprochener Nützling, der zwar ein Allesfresser ist, sich jedoch am liebsten von Insekten und Würmern ernährt.

Bei Zach gibt es deshalb ein Feinschmeckerfrühstück für die kleinen Schreihälse. Gebackene Eier mit Hähnchenherzen serviert er ihnen.

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