A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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„Gut möglich, dass wir bald hier raus müssen“

„Auf dem Maidan sieht es mittlerweile aus wie im Krieg. Tausende sind verletzt.“ Per Telefon hat die St. Ingberterin Almuth Müller (18) von einem Freund von der Lage in Kiew erfahren. Er arbeitet in einer Feldküche der Malteser, direkt auf dem Unabhängigkeitsplatz. Auch Almuth Müller hat dort in der Vergangenheit die Demonstranten versorgt. Sie absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Malteser Hilfsdienst.

Zurzeit hält sie sich in der Stadt Lviv (Lemberg) auf, im Büro ihres Chefs. Zehn bis zwölf ihrer Kollegen, schätzt sie, versorgen die Regierungsgegner auch jetzt noch weiter. Allerdings nur mit Tee. Denn in der Nacht zu Mittwoch sei in der Nähe des Maidan ein Gewerkschaftsgebäude in Brand gesetzt worden. „Dort war das Hauptlager der Malteser für Lebensmittel drin“, erzählt sie. Inzwischen macht die Gewalt auch vor anderen Städten nicht mehr halt.

Auch in Lviv habe es Ausschreitungen gegeben, berichtet Müller. Im 550 Kilometer westlich von Kiew gelegenen Ivano- Frankivsk (Stanislau) war das Ziel der Demonstranten in der Nacht zu Mittwoch das Polizeipräsidium. „Studenten haben sich davor versammelt, Reifen angezündet und Scheiben eingeworfen“, berichtet der Neunkircher Marcel Ulrich (23).

Auch er ist als freiwilliger Helfer in die Ukraine gereist, arbeitet als Erzieher der Caritas in einer Behinderten- Werkstatt. „Viele Leute, die ich hier kennengelernt habe, sind verängstigt. Sie wollen Neuwahlen, aber auch eine friedliche Lösung.“ Wie lange die beiden Saarländer und ihre Kollegen noch in der Ukraine bleiben können, ist noch nicht abzusehen. Warnungen vom Auswärtigen Amt hat es bereits gegeben, erzählt Müller. „Gut möglich ,dass wir bald hier raus müssen.“ eib

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