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Gutachter finden viele Schwachstellen im Merziger Rathaus

Merzig. "Hausgemacht" - dieses Prädikat ziert wohl den millionenschweren Finanzskandal um das Merziger Kulturamt und dessen Ex-Chefin Martina Malburg. Zwei Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC kommen - wie bereits berichtet - in ihrem über 40 Seiten starken Gutachten-Entwurf zu der Feststellung, dass neben weiteren gravierenden Mängel im Organisationsablauf "eine ausreichende Kommunikation" zwischen den einzelnen Ämtern im Rathaus nicht stattgefunden habe. Wohl auch deshalb flogen die Machenschaften der Ex-Kulturmanagerin erst nach Jahren auf. Die Experten listen ein komplettes Sündenregister auf und notieren, dass auch heute noch nicht alle internen Regeln "vollumfänglich" umgesetzt werden. So seien teilweise Änderungen von Dienstanweisungen nicht vollständig bekannt. Zudem wird bemängelt, dass sogar noch zum Prüfungszeitpunkt im Oktober 2008 die Überwachung der Abrechnung der Kasse im Kulturamt nicht sichergestellt war. Weder Anfangs- noch Schlussbestand der Tageskasse seien notiert worden.

Der Merziger Oberbürgermeister Alfons Lauer (SPD) sagte gegenüber unserer Zeitung, es sei keine Überraschung, wenn die Prüfer zu dem Schluss kommen, die Kontrollinstanzen hätten nicht gegriffen. Das Gutachten sei ausdrücklich zur Analyse der Schwachstellen in der Verwaltung in Auftrag gegeben worden. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Stadtrates will sich am Dienstag mit der Expertise beschäftigen. Über personelle Konsequenzen im Rathaus will Lauer erst entscheiden, wenn der PWC-Bericht offiziell dem Stadtrat vorliege. Als Verwaltungschef habe er für eine "lückenlose Weisungslage" gesorgt, und sich deshalb als Dienstaufsicht keinen Vorwurf zu machen. Gegenüber der Öffentlichkeit sei er aber "politisch verantwortlich". mju

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