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Gute Noten für Flüsse und Bäche

Saarbrücken. Die Wasserqualität in saarländischen Flüssen und Bächen hat sich weiter verbessert. Das geht aus der Gewässer-Gütekarte 2008 hervor, die Umweltminister Stefan Mörsdorf (CDU) gestern vorstellte. An zwei Drittel der Fließgewässer sei eine gute Wasserqualität festgestellt worden.

Das heißt: Diese Flüsse der Güteklasse II sind nur „mäßig belastet“. Mörsdorf zufrieden vor der Landespressekonferenz: „Dieser Erfolg kann sich sehen lassen.“ Vor zwei Jahrzehnten konnte erst ein Viertel der Gewässer eine solch gute Qualität aufweisen, bilanzierte der Umweltminister.

Den Erfolg führt Mörsdorf auch auf den Entsorgungsverband Saar zurück. Der EVS habe sich in Sachen Abwasserreinigung „sehr engagiert“ – auch mit Blick auf die Finanzen. So sei seit dem Jahre 2000 die Zahl der Kläranlagen von 84 auf 120 erhöht worden. Heute seien 95 Prozent der saarländischen Haushalte an Abwasseranlagen angeschlossen.

In den kommenden Jahren will Mörsdorf bei der Verbesserung der Gewässergüte weiterhin „Gas geben“. Ein ehrgeiziges Programm: Schließlich will man bei 99 Prozent der Fließgewässer eine Einstufung mit „gut“ erreichen. Dabei geht es nicht nur um das Thema Kläranlagen. 14 Millionen Euro wollen bis 2012 Land und Kommunen für die Renaturierung von Flüssen und Bächen aufwenden. Für die meisten der insgesamt 2500 Kilometer langen Fließgewässer im Saarland sind die Gemeinden zuständig.

Rossel und Lauterbach zählen angesichts der Einleitungen aus Frankreich mit ihrer übermäßigen Verschmutzung weiter zu den Schlusslichtern bei der Gewässergüte. Aber auch hier habe es schon leichte Verbesserungen gegeben, ergänzt der Minister. Problematisch ist nach wie vor die Belastungssituation im Sulzbach, Köllerbach und Fischbach, die streckenweise ungeklärte Hausabwässer aufnehmen müssen. Die Saar hingegen ist laut Mörsdorf von der Wasserqualität her durchaus zum Baden geeignet. Im Sommer steht einem Sprung ins kühle Nass nichts entgegen. Allerdings: „Nicht nach einem kräftigen Gewitterregen“, gibt der Minister zu Bedenken. Dann kann sich die Keimzahl angesichts der Wassermassen, die die Kanalisation nicht fassen kann, beträchtlich erhöhen.

Hintergrund
Gewässergüte im Saarland: Gehörten im Jahr 1975 erst 15 Prozent der Fließgewässer der Güteklasse I und II (gering bis mäßig belastet) an, sind es heute 68 Prozent. Im gleichen Zeitraum gingen nach Angaben des Ministeriums die stark bis übermäßig belasteten Gewässer von 43 auf fünf Prozent zurück. gp



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