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Gute Noten für Handel und Stadt

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Saarbrücken. Gibt es zu wenige öffentliche Toiletten in Saarbrücken? Oder warum erleichtern sich so viele Menschen in Anlagen, Hauseingängen und sogar am Rathaus St. Johann, wie Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) angewidert am Dienstagabend (21.08.2012) im Rathausfestsaal berichtete? Auch dieses unappetitliche Thema kam bei der Veranstaltung „Stadt und Handel – Partner im Dialog“ zur Sprache. Eigentlich sollte es um die Partnerschaft von Verwaltung und Handel gehen. Doch spätestens nach dem Vortrag des Handelsexperten Roland Wölfel von der CIMA GmbH in München, der tägliches Anpacken von Kleinigkeiten empfahl, war allen Diskussionsteilnehmern bewusst, dass auch die Zahl der Toiletten wichtig ist, um den Handelsstandort Saarbrücken gegen Konkurrenz zu verteidigen und in den Augen der Bewohner und Besucher zu bestehen.

Nach Überzeugung Wölfels sind in einer „idealen Stadt“ gute Einkaufsmöglichkeiten das Wichtigste. Er sah Saarbrücken auf einem erfreulichem Kurs und bat, nicht zu vergessen, dass eine Stadt den Menschen gefallen müsse, nicht den Planern. Anstatt immer auf „die letzten Bremser“ zu warten, solle man lieber diejenigen fördern, die etwas anpacken. Heino Klingen von der Industrie- und Handelskammer meinte, dass Saarbrücken seit drei bis vier Jahren „Rückenwind“ habe, es gebe kaum noch Leerstände in Ladenlokalen, Weg und Perspektive seien „hervorragend“. Alexander Hauck, Geschäftsführer der City- Marketing GmbH, wünschte sich, dass alle Akteure mindestens den Wert und die Standards des Bestehenden erhalten, darüber hinaus müsse die Stadt besondere Erlebnisse bieten. So werde demnächst ein neuer touristischer Stadtrundgang vorgestellt, der auch Einblicke in schöne Hinterhöfe bietet. Max Schoenberg, Vorsitzender des Vereins für Handel und Gewerbe, hielt ein weiteres leidenschaftliches Plädoyer für den inhabergeführten Fachhandel. Er rief den großen Baumeister Stengel in Erinnerung, der immer die kleinen Räume bevorzugt habe.

Dass trotz der Fußballübertragung im Fernsehen und 30 Grad Hitze über 60 Zuhörer zu der Podiumsveranstaltung gekommen waren, wurde als schönes Indiz für das entspannte Verhältnis von Stadtverwaltung und Händlern interpretiert. Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer und Oberbürgermeisterin Britz versicherten, dass ihnen der enge Kontakt weiter wichtig sei.

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