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Gute Stimmung beim Neujahrsempfang der Grünen

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Blieskastel/Niederwürzbach. Die Grünen sind im Aufwind: Das merkte man auch beim Neujahrsempfang der Partei im Bahnhof Würzbach. Das Kultlokal drohte schier aus allen Nähten zu platzen, die Luft war zum Schneiden. Aber die Verantwortlichen waren sichtlich zufrieden, denn die Schar der Gäste war bunt gemischt. Aus dem gesamten Saarpfalz-Kreis waren Grünen-Mandatsträger erschienen, selbst aus dem benachbarten Zweibrücken waren Vertreter anwesend. Besonders stark vertreten war die Grüne Jugend, die zusammen mit dem Kreisverband und den Blieskasteler Grünen auch zu dem Empfang eingeladen hatten.

Und zu den Gästen zählten auch Vertreter der anderen politischen Richtungen, so etwa der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Holger Schmitt, der CDU-Landtagsabgeordnete Günter Becker, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, aber auch SPD-Stadtverbandsvorsitzender Achim Jesel. Die städtische Beigeordnete Brigitte Rinderle eröffnete den Reigen der Ansprachen und machte kurzerhand aus der Not eine Tugend: Man sei hier offensichtlich zum „Tag des Knuddelns“ gekommen angesichts des dichten Gedränges im Bahnhof.

Die Lautzkircher Stadträtin ging auf einige Aspekte der Kommunalpolitik ein, wobei sie – wie im Anschluss auch Martin Dauber – nicht müde wurde, das gute Verhältnis in der Koalition mit der CDU zu loben. Es sei den Grünen gelungen, so die Beigeordnete, „Dynamik in die Stadtpolitik zu bringen“. Als Beispiel nannte sie den Abriss der Tivoli-Türme oder den Bau der Würzbachhalle. Auch wolle man „zukunftsweisende Leitinvestitionen“ herausstellen, wie etwa die Planung des neuen Busbahnhofes, beim Kloster, in der Energiepolitik oder beim ÖPNV. Auch bei der Kultur habe man eigene Akzente gesetzt. Grünen-Fraktionschef Martin Dauber sprach von „lösungsorientierter Dialogbereitschaft“ beim Koalitionspartner CDU und konnte sich auch einen Seitenhieb auf die SPD-Stadtratsfraktion nicht verkneifen. In Sachen Busbahnhof werde von der SPD beim Bürger „sinnlos die Glaubwürdigkeit strapaziert“.

Aber auch die Linke in Blieskastel bekam ihr „Fett“ weg. Den Vorstoß, die Stadt solle Windeln vertreiben, tat Dauber als „planwirtschaftlichen Unfug“ ab. Grünen-Kreisvorsitzender Adam Schmitt betonte die vielen politischen Konstellationen, in denen die Grünen derzeit sowohl in den Kommunen, im Kreis oder im Land politisch mitgestalten.
Schmitt stellte die „Flexibilität“ als ein Zeichen dafür heraus, dass bei den Grünen nicht „Pöstchen“, sondern inhaltliche Positionen die Leitlinien seien.

Großer Applaus dann für Umweltministerin Simone Peter, die sozusagen direkt von der „Grünen Woche“ aus Berlin eingeschwebt kam. So nahmen zwar die aktuellen Fragen der Probleme mit belasteten Lebensmitteln einen breiten Raum ein, gleichwohl skizzierte die Ministerin auch regionale Entwicklungsschwerpunkte.

So ging sie etwa auf die Chancen der Biosphärenregion ein, Modellprojekt für das Zusammenspiel von Ökologie, Ökonomie und sozialen Problemlösungen zu werden. Klare Aussagen auch zur Biogasanlage in Aßweiler („Merzig-Fitten kann hier kein Vorbild sein, das ist mit mir nicht zu machen“), zudem die Zusage, gemeinsam mit Rheinland-Pfalz eine so genannte Vorentwurfsplanung für die Reaktivierung der Bahnstrecke Zweibrücken-Homburg voranzutreiben.
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