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Gute Stimmung beim Umzug in Burbach - Hier alle Fotos

Saarbrücken. Einen runden Geburtstag feierte der Burbacher Rosenmontagsumzug gestern. Es war der 40. närrische Lindwurm, der sich über die Bundesstraße 51 vom Luisenthaler Dammtor in die Burbacher Ortsmitte schlängelte. Die anvisierte Zuschauerzahl, Moderator Fritz Vogel hätte gern die närrische Zahl von 111.111 Zuschauern an der Strecke gesehen, wurde locker übertroffen. Polizei und die Burbacher Karnevalsgesellschaft „Mir sin do“ nannten übereinstimmend die Zahl von 130.000 Schaulustigen an der Zugstrecke.

14 000 Tüten Chips

Die knapp 1000 Akteure hatten sich für die Fans des Rosenmontagsumzugs einiges einfallen lassen. „Wir sind die fahrenden Musikanten“, erklärte zum Beispiel Gerd Neutzling, sowohl Mitglied der Groß-Saarbrücker Karnevalsgesellschaft „Die Nassauer“ als auch des Stammtischs Rolands Eck.

„Weil die Stadt die Schwimmbäder schließt, müssen wir ans Meer ziehen“, erklärt er das kommunalpolitische Motiv seiner Gruppe. Weitere politische Motive: „Tank ist leer, weil Benzin so cher“ und „Cattenom muss abgeschaltet werden“ von französischen Gruppen.

Farbenfroh sind die „Daarler Dabbese“ aus St. Arnual mit von der Partie. Die Damen sind als Paradiesvögel unterwegs, welche die Männer als Vogelhändler gern einfangen möchten. Als Cowboys und Indianer machen die Rußhütter „Eulen“ mit. „Wir versuchen, zum Rosenmontagsumzug das Thema unseres Männerballetts umzusetzen, so auch dieses Mal“, sagte Stefan Kuhn. Ihren Wagen haben die „Eulen“ am Rosenmontag ab 9 Uhr aufgebaut. „Das war möglich, weil wir die Elemente, die an die Ladefläche gehängt werden, vorher bemalt haben“, so Kuhn.
Ähnlich hält es die Kulturgemeinschaft Dudweiler Pfaffenkopf. Sie stellt einen der größten Motivwagen. Ihr Motto „Film ab!“ bietet allerhand Möglichkeiten. So finden sich auf dem Wagen Figuren aus „Avatar“, „Der Weiße Hai“ und weiteren Hollywood-Knüllern.

Auch die „Grünen Nelken“ aus Dudweiler stellten eine große Gruppe. Vorneweg marschiert die starke Nelkengarde, dahinter reihten sich Mottogänger ein, diesmal als „Hippies“. Die größte Gruppe stellte einmal mehr die Tanzgruppe Bootz-Ohlmann. „180 Akteure, alles in allem“, so Tanzschulenchef Ramon Gechnizdjani. Auch beim Wurfmaterial hatte er einiges zu bieten: „14.000 Tüten Chips, 120.000 Tüten Popcorn, 250 Kilo Guddzjer.“ Das Publikum wollten die Tanzschüler vor allem mit dem allgegenwärtigen „Gangnamstyle“ zum Mittanzen begeistern, aber auch mit Markus Beckers „Bratkartoffel-Song“.

Paris grüßte Burbach

Einen Teil ihrer tollen Bühnendekoration zum Thema „Salü Paris“ hatten die Altenkessler Kesselflicker auf ihren Motivwagen gepackt, auf dem unter anderem der Eiffelturm stand.
Weil es ungemütlich kalt war, waren Tricks zum Warmhalten gefragt. „Erna“ Antoinette Lillig von den Bübinger „Holzäppeln“ schwor auf „heißen Kaffee“, andere gönnten sich einen ebenso heißen Glühwein.

Für die Tänzerinnen in Gardekostümen waren wollene Stulpen gefragt. Und Musiker, wie Gaetano Calcagno vom Musikzug Saarbrücken-Brebach, spielten ihre Trompete gestern ausnahmsweise mit Handschuhen. Am Schluss des Zuges fuhr wie in den Jahrzehnten zuvor der große Prunkwagen der gastgebenden „Mir sin do“, das altehrwürdige Schiffsche in den Vereinsfarben Gelb und Rot. Selbst der ständig vom Himmel fallende Schnee konnte die Karnevalisten nicht stören. Sie ernannten die Flocken kurzerhand zum „himmlischen Konfetti“.










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