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HG Saarlouis: Christoph Barthel als Verräter beschimpft

Obernburg. Am Ende hatten auch alle kleinen Gesten nicht geholfen, dem Zweitliga-Handballspiel zwischen Tuspo Obernburg und der HG Saarlouis (37:34) Normalität zu verleihen. Der herzliche Händedruck vor und nach dem Spiel zwischen den Trainern Christoph Barthel und Andre Gulbicki, die Umarmungen zur Begrüßung zwischen Barthel und seinen ehemaligen Spielern – nein, das änderte nichts. Bei der Pressekonferenz im Anschluss der Partie gab es lautstarke Pfiffe und „Verräter“-Rufe der gut 120 mitgereisten Saarlouiser Fans an die Adresse von Barthel.

Die Schlammschlacht vor und nach Barthels Entlassung und Kündigung – eben wegen seines geplanten Wechsels nach Obernburg – im Februar ist noch nicht vergessen. Die Erinnerung an den langen Streit, der erst vor dem Arbeitsgericht geendet hatte, ist auf beiden Seiten frisch. Und so lässt sich bereits erahnen, was Barthel am 8. Mai 2010 im Rückspiel in der Stadtgartenhalle erwarten wird.

So gut Barthel am Sonntagabend versuchte, sich hinter den üblichen Floskeln von einem „normalen Spiel“ zu verstecken, so war nach dem Spiel deutlich zu spüren, dass der 37:34-Erfolg seiner neuen Mannschaft auch eine sehr persönliche Genugtuung war: „Ich hätte mich gerne mehr auf das Besondere dieses Spiels gefreut, aber unsere Situation hat das vorher in den Hintergrund rücken lassen.“ Der Dank an seine Mannschaft bezog sich allerdings dann doch nicht nur auf die Punkte im Abstiegskampf: „Es war in doppelter Hinsicht schön.“

Auch sonst waren alle Beteiligten sehr damit beschäftigt, dem Spiel einen Anstrich von Normalität zu verpassen. „Natürlich haben wir gesagt, dass es gegen den Ex-Trainer geht. Aber sonst war das kein Thema für uns“, betonte der Saarlouiser Spielmacher Danijel Grgic. Und HG-Trainer Gulbicki sagte: „Ich denke nicht, dass wir uns davon ablenken ließen. Bei den Zuschauern war es vielleicht Thema, bei den Spielern nicht. Wir haben das Spiel verloren, weil wir nicht konsequent genug in der Abwehr standen und im Angriff nicht clever waren.“ Dabei hatte sich die Mannschaft von der aufgeheizten Atmosphäre kaum beeindrucken lassen. Ihre Enttäuschung bezog sich, anders als bei den Mitgereisten, auf das Sportliche. So auch bei Sven-Malte Hoffmann, der seine eigene Leistung herausstellte: „Ich habe heute einfach scheiße gespielt.“

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