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HG Saarlouis: Sechs Handballer verlassen den Verein

Bei aller Freude über den Klassenverbleib heißt es am Samstag beim Handball-Zweitligisten HG Saarlouis auch Abschied nehmen. Gleich sechs Spieler verlassen den Verein, auch Kapitän Daniel Altmeyer.

Saarlouis.
Irgendwie gibt es da noch ein Handballspiel. Doch die letzte Saisonpartie des Zweitligisten HG Saarlouis gegen Bittenfeld (Samstag, 18 Uhr, Stadtgartenhalle) scheint ein notwendiges Übel auf dem Weg zur Feier des Klassenverbleibs. Und die kann auch keine Niederlage gegen den Tabellendritten trüben.

Die Mannschaft dürfte zwar darauf bedacht sein, den Favoriten gar zu ärgern, aber der entscheidende Teil des Abends folgt unmittelbar nach dem Abpfiff. Dann werden sechs Spieler zum letzten Mal das Trikot der HG Saarlouis ausziehen: Daniel Altmeyer, Sven Ehrich (beide Konzentration auf Beruf), Andre Kropp (Wechsel nach Essen), Phillip Kessler (Auslands-Semester), Christian Kühn (Wechsel nach Moselweiß) und Peter Nielsen (Wechsel nach Fredericia) verlassen den Verein.

Wer ersetzt die Spieler, die gehen?
Bei Kühn und Nielsen dürfte der Abschied nicht allzu schwer fallen. Zu selten hatten sie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen können. Und so lässt Kühns Aussage („Ich bin froh, wenn ich wieder in Koblenz bin“) abseits allen Heimwehs einigen Interpretations-Spielraum. Sportlich dürften die Abgänge kompensierbar sein.

Ungleich schwerer fällt das bei Kropp, der nach nur einem Jahr aus familiären Gründen wieder in Richtung Norden zu TuSEM Essen wechselt. Er hatte sich zum absoluten Leistungsträger entwickelt, war einer der „Unersetzbaren“ im Kader. Und auch ihm ist der Abschied – die privaten Gründe überwogen Saarlouis’ großzügiges Angebot – nicht leicht gefallen: „Es hat Spaß hier gemacht. Ich habe neue Menschen kennen gelernt und neue Erfahrungen sammeln können. Es war kein falscher Schritt, hierher zu wechseln.“

Wie sein Abgang kompensiert wird, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Wochen sein. Für Kessler, der sich entschieden hat, ein Auslands-Semester in Schweden zu absolvieren, wird es voraussichtlich „ein Abschied auf Zeit“, wie er erklärt. Nach einem halben Jahr ist er wieder zurück. Leicht ist ihm die Entscheidung dennoch nicht gefallen, sagt er: „Ich spiele ja seit der Jugend hier in Saarlouis. Aber ich wollte diese Chance nutzen.“

Auch der Kapitän geht

Am meisten menscheln dürfte es aber, wenn für Kapitän Altmeyer und Ehrich der Abpfiff ertönt. Beide gehören quasi zum Inventar. „Ich weiß noch nicht, wie es am Samstag sein wird. Auf so einen Moment kann man sich ja nicht vorbereiten“, sagt Ehrich, der, seit er 17 ist, für Saarlouis spielt (mit einer kurzen Unterbrechung in Kirchzell). So hatte sich auch Altmeyer lange zu dieser Entscheidung durchringen müssen: „Ich habe mein gesamtes Handballer-Leben hier verbracht, klar wird das schwer am Samstag.“



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