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HTW-Umzug verzögert sich bis auf Weiteres - Land verweigert Übernahme

Der Umzug der HTW in das ehemalige »Haus der Gesundheit« an der Stadtautobahnin in Alt-Saarbrücken verzögert sich bis auf Weiteres.

Der Umzug der HTW in das ehemalige »Haus der Gesundheit« an der Stadtautobahnin in Alt-Saarbrücken verzögert sich bis auf Weiteres.

Die Mängel im kernsanierten ehemaligen „Haus der Gesundheit“ an der Saarbrücker Stadtautobahn, in das Teile der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) einziehen sollen, sind offenbar gravierender als bislang bekannt. Die Landesregierung verschob den Umzug gestern „bis auf Weiteres“. Die HTW will das Haus als Hörsaal-, Seminar- und Verwaltungsgebäude nutzen. Ursprünglich sollte vor zwei Wochen die Fakultät für Architektur in das ehemalige Gesundheitsamt umziehen. Im November sollte die Hochschulverwaltung folgen, im März 2014 die Sozialwissenschaften. Einen neuen Termin nannte das Finanzministerium zunächst nicht.

Laut Ministerium hatte das Land 2011 mit der Firmengruppe Falco GmbH und Co. KG einen Projektvertrag über „Planung, Errichtung/ Sanierung, Finanzierung und Betriebs eines Hochhauses“ geschlossen. Darin hatte sich die Firmengruppe den Angaben zufolge „zur Erstellung eines mangelfreien, vollständigen und schlüsselfertigen Objektes zur vertraglich vorgesehenen Nutzung durch die HTW“ verpflichtet – wozu laut Ministerium auch alle Abnahmen, Gutachten und Prüfungen sowie eine mängelfreie Abnahme- und Prüfbescheinigung der Baubehörden gehören. „Diese Leistung wurde von Falco nicht erbracht, sodass eine Übernahme durch das Land nicht erfolgen konnte“, schreibt das Finanzministerium in einer Erklärung. Zur Höhe der vereinbarten Vertragsstrafen machte das Ministerium gestern keine Angaben.

Die bei der Stadt Saarbrücken angesiedelte Untere Bauaufsicht (UBA) des Landes hatte die Abnahme des Gebäudes am Campus in Alt-Saarbrücken wegen Problemen beim Brandschutz verweigert (die SZ berichtete mehrmals). So müssen in einigen Räumen erst noch Rauchschutz- gegen Feuerschutztüren getauscht werden. Zudem wurde bemängelt, dass auf Wunsch der HTW in vier Geschossen Großraumbüros zehn Prozent größer als vorgesehen eingerichtet wurden.

Die Firmengruppe Falco bemühe sich um Lösungen, hieß es. Ministeriumssprecherin Stienke Kalbfuss erklärte dazu, das Land sei „an einer zügigen Lösung zum Wohl der HTW und zur Vermeidung von Folgeschäden“ sehr interessiert. Ein „unmittelbarer Schaden“ sei dem Land bisher nicht entstanden. Die HTW werde ihre Umzugspläne nun korrigieren. Richtig kritisch wird es für die Hochschule nach früheren Angaben einer Sprecherin erst im Frühjahr. Denn der Mietvertrag für die Räumlichkeiten auf dem Campus Rastpfuhl, in dem die Sozialwissenschaftler derzeit noch untergebracht sind, läuft Ende März 2014 aus. kir/eib


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