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HTW: Weiter Probleme beim Brandschutz

Wann können die Mitarbeiter und Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) das für 20 Millionen Euro sanierte „Haus des Wissens“ beziehen? Seit vor einer Woche bekannt wurde, dass die Untere Bauaufsichtsbehörde (UBA) der Stadt Saarbrücken die Abnahme des Gebäudes am Campus in Alt-Saarbrücken wegen Problemen beim Brandschutz verweigert, ist diese Frage offen. Ursprünglich sollte im Laufe der vergangenen Woche die Fakultät für Architektur der HTW in das ehemalige Gesundheitsamt umziehen (die SZ berichtete). Im November sollte die Hochschul-Verwaltung folgen, im nächsten März die Fakultät für Sozialwissenschaften.

Der Grund für die Verzögerung: Die mit dem Umbau beauftragte Ottweiler Baugesellschaft (OBG) hatte im Mai die Brandschutzeinrichtungen in dem Gebäude prüfen lassen. Zuständig hierfür war ein von der Obersten Bauaufsicht des Landes anerkannter Prüfer, erklärt OBG-Geschäftsführer Walter Eberhardt. Dieser habe bestätigt, dass das Gebäude die Anforderungen an den Brandschutz erfüllt. Der Bericht ging der UBA zu. Zwischenzeitlich hatte sich allerdings eine Verwaltungsverordnung geändert. „Die besagt, dass Abweichungen von Brandschutzbestimmungen von der UBA genehmigt werden müssen“, erklärt Ulrike Elliger, Leiterin der Obersten Bauaufsicht.

„Es geht zum Beispiel darum, dass wir auf Wunsch der HTW in vier Geschossen Großraumbüros zehn Prozent größer als vorgesehen gemacht haben“, schildert Eberhardt. Diese Abweichung von den Bestimmungen hat die UBA bemängelt und in einem Gespräch mit der Baugesellschaft im August außerdem gefordert, dass in einigen Räumen Rauchschutz- gegen Feuerschutztüren getauscht werden.

Zusammen mit der Aufsichtsbehörde will die Baugesellschaft innerhalb der nächsten beiden Wochen eine Lösung finden. Laut der OBG seien die beanstandeten Mängel mit relativ geringen Mitteln zu beheben.

Für die HTW ist durch die Verzögerung laut Sprecherin Katja Jung „bislang kein größerer Schaden entstanden.“ Da die Architekten vom Campus Rotenbühl nicht in das Haus des Wissens umziehen konnten, komme es jedoch zu einem Sanierungsstau. Denn die frei werdenden Räumlichkeiten sollen renoviert werden, bevor zum Sommersemester die Pilotenausbildung, die zurzeit in Göttelborn angesiedelt ist, an den Campus Rotenbühl wechselt. „Ein großes Problem bekommen wir, wenn wir im nächsten Frühjahr das Gebäude immer noch nicht beziehen können“, prognostiziert Jung. Denn der Mietvertrag für die Räumlichkeiten am Campus Rastpfuhl, in dem die Sozialwissenschaftler untergebracht sind, läuft Ende März aus.
 
 
 
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