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Händler glauben an viel Umsatz im Jahr 2011

Der Landesverband Einzelhandel und Dienstleistung erwartet ein gutes Jahr 2011. Über die Hälfte der Mitglieds-Unternehmen rechnen mit steigenden Umsätzen. 2010 lief es gut für Schuhhändler und Bekleidungsgeschäfte.

Der Landesverband Einzelhandel und Dienstleistung erwartet ein gutes Jahr 2011. Über die Hälfte der Mitglieds-Unternehmen rechnen mit steigenden Umsätzen. 2010 lief es gut für Schuhhändler und Bekleidungsgeschäfte.

Saarbrücken. Die neuen, geplanten Handelsflächen in Merzig und Homburg werden bestehende Strukturen des innerstädtischen Einzelhandels negativ beeinflussen. Das sagte gestern Hans Agostini, Präsident des Landesverbandes Einzelhandel und Dienstleistung Saarland, bei der Vorlage der Jahresbilanz des Saar-Handels. In Merzig sollen am Stadtrand zu den bestehenden Handelsflächen jenseits der Bahnlinie weitere 4600 Quadratmeter hinzukommen. In Homburg am Ende der Talstraße sind ebenfalls zusätzliche Handelsflächen geplant. „Wir sehen eine Überdimensionierung der Handelsflächen, die zu Lasten des gewachsenen innerstädtischen Handels geht“, so Agostini. Der Handelsverband erwartet für das Merziger Projekt im Falle der Realisierung Umsatzrückgänge in der Innenstadt bei Elektronik von 17 Prozent, bei Haushaltswaren von zwölf Prozent und bei Bekleidung von vier Prozent, weil in diesen Sektoren zusätzliche Angebote entstehen sollen.

„Man kann im Handel dauerhaft nur überleben, wenn die Größenordnungen richtig zugeschnitten sind“, appellierte Agostini an die Planer und Politiker. Die Innenstädte brauchten Belebung und kein weiteres Ausbluten. Zu den „heißen Eisen“ des innerstädtischen Handels gehöre auch die Höhe der Parkgebühren. Hier sei vielfach eine Höhe erreicht, bei der viele Kunden nicht mehr mitspielten. Die Zukunft des innerstädtischen Handels werde künftig stark von einer älteren und meist kaufkräftigen Kundschaft zwischen „45 und 90“ entschieden. Die Menschen lebten länger und wollten viele ihrer Bedürfnisse in lebendigen Innenstädten decken. Hier lägen riesige Chancen auch für inhabergeführte Geschäfte, in dem sie für diese Kundschaft neue Angebotsformen und neue Serviceleistungen entwickeln.

Während der Saar-Einzelhandel im Krisenjahr 2009 „mit einem blauen Auge davonkam“ (Agostini) erwartete man auch für 2010 keine großen Sprünge. Der Saar-Einzelhandel hat laut amtlicher Statistik (ohne Kfz-, Tankstellen- und Apothekenumsätze) 2010 gegenüber 2009 nur ein schwaches Plus von 0,1 Prozent erwirtschaftet. Ähnliches ergab auch die jüngste Verbandsumfrage unter Mitgliedern (Auswertungsbasis 200 Unternehmen) mit einem Plus von 0,2 Prozent. „Das entsprach unsere Erwartungen“, sagte Verbandshauptgeschäftsführer Christoph Kleer.

Wenn das Saarland zwar nominell hinter dem Bund herhinke (2010 Plus 1,8 Prozent), sei das damit zu erklären, dass im Bund 2009 die Handelsumsätze mit minus 2,4 stärker einbrachen als im Saarland (2009 leichtes Plus von 0,3 Prozent). Besonders gute Geschäfte machten 2010 die Schuhhändler. „Der Grund liegt wohl im frühen Wintereinbruch und den ausgiebigen Schneefällen. Das treibt die Nachfrage“, so Agostini, selbst Inhaber zweier Schuhgeschäfte. Gut lief es auch im Bekleidungsbereich. Der Buchhandel musste Rückgänge verbuchen. Unter Vorjahr blieb der Handel mit Einrichtungsgegenständen und Hausrat. Ebenso kämpfte der Lebensmittelhandel mit Umsatzrückgängen. Supermärkte und kleine Verbrauchermärkte schnitten besser ab als andere Vertriebsformen wie etwa Discounter. Zuversicht herrscht für 2011 auch wegen einer gestiegenen Lust zum Konsum. Über die Hälfte der befragten Saar-Händler rechnen mit einem Umsatzplus.
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