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Händler schickt verstrahlten Schrott an Absender zurück

Saarbrücken/Berlin. Wie Thomas Seilner, Sprecher des Saar-Umweltministeriums, gestern der Saarbrücker Zeitung mitteilte, waren die Späne mit dem radioaktiven Isotop Kobalt 60 belastet. Der Schrotthändler habe jedoch bereits bei der Anlieferung durch seine Messgeräte die Strahlung festgestellt und die Charge prompt zurück an den Absender geschickt. Radioaktiv strahlender Schrott, eine Gefahr für die Saarländer? Nein, sagt Seilner: „Die Stahlspäne waren sehr gering belastet. Eine Gefährdung der Menschen im Saarland hat dadurch nicht bestanden.“

Das Umweltministerium habe sich auch mit den Saar-Hüttenwerken in Verbindung gesetzt. Dort seien jedoch bisher keine radioaktiv kontaminierten Schrottlieferungen aus Indien aufgetaucht. Das Bundesumweltministerium hatte bereits vergangene Woche auf die strahlende Stahlfracht aus Indien aufmerksam gemacht. Bei den aufgefundenen Produkten handele es sich sowohl um Vorprodukte in Form von Edelstahl-Rundstählen als auch um Endprodukte, wie etwa Maschinenteile, so das Umweltministerium. Haushaltsprodukte oder Produkte des täglichen Gebrauchs seien nach vorliegenden Informationen nicht betroffen, hieß es.

Der Internet-Dienst Spiegel Online hatte am Wochenende berichtet, dass die erste radioaktive Stahlladung bereits im August im Hamburger Hafen angekommen sei. Fachleute des Bundesumweltministeriums sagten demnach, der Import des radioaktiv verseuchten Metalls habe eine „riesige Dimension“. Wie Spiegel Online weiter berichtet, sei das radioaktive Isotop Kobalt 60 über Schrott aus insgesamt drei indischen Gießereien in verschiedenste Produkte in Deutschland gelangt. szn/up
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