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Haftstrafe nach Schüssen in Gartenlaube

Saarbrücken. Wegen versuchten Totschlags, Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht am Freitag einen 26-Jährigen aus Saarlouis zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Feststellung der Richter hat der Angeklagte seine Ehefrau vergewaltigt und misshandelt. Als sie zu ihrer Familie flüchtete, habe er sich dort versteckt und auf seinen Schwager geschossen.

Der Angeklagte wies diese Vorwürfe zurück. Er sprach von Falschbezichtigungen und von Notwehr. Aber am Ende des mehrtägigen Prozesses glaubten die Richter nicht ihm, sondern seiner Frau und deren Familie. Demnach hatte der Mann kurdischer Abstammung seine Ehefrau massiv unterdrückt. Wenn sie sich nicht an seine Vorgaben hielt, sei er gewalttätig worden. Im April 2012 sei er mit ihr in einen Wald gefahren und habe sie schwer misshandelt. Auf dem Rückweg habe er ein weiteres Mal angehalten und habe erneut zugeschlagen und die Frau zudem vergewaltigt.

Im gleichen Zeitraum soll er sie außerdem mit einem Brotmesser, einem heißen Eisen zum Haareglätten und einem Küchenmesser verletzt haben. Als die Frau zu ihrer Familie flüchtete, soll er das Auto seines Schwagers demoliert haben. Dann habe er sich in der Gartenlaube versteckt. Die beiden Brüder seiner Frau hätten sich mit einem Deko-Samuraischwert und einer Gaspistole bewaffnet. Als einer von ihnen die Tür zur Laube öffnete, habe der Angeklagte mit einem Revolver, Kaliber neun Millimeter, geschossen – aber nicht getroffen. Beim anschließenden Kampf sei der Vater der Frau deren Brüdern mit seinem Gehstock zur Hilfe gekommen. Es gelang ihnen, den Angeklagten zu vertreiben. wi
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