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Halberg Open Air: Alle Fotos!

Saarbrücken. Statt Charthits prasselte es dicke Regentropfen, statt Rockrhythmen hallten Donnerschläge über die Radiowiese. Die 31. Ausgabe des Halberg Open Airs von „Unser Ding“ drohte am Mittwoch ins Wasser zu fallen. Um kurz nach 13 Uhr setzte ein heftiges Unwetter ein. Die etwa 8000 Besucher, die zu der Zeit auf dem Festivalgelände waren, verließen teils fluchtartig die Radiowiese, um sich ein trockenes Plätzchen zu suchen. Im Bühnendach sammelten sich hunderte Liter Wasser. Eine Gefahr für alle Beteiligten. Deshalb wurde die Show unterbrochen.

Über zwei Stunden war unklar, ob das Halberg Open Air weiter gehen kann. Während das Publikum Schutz in der eilig ausgeräumten Fahrzeuggarage des Senders fand, versuchte das Team alles, um das traditionsreiche Schülerferienfest zu retten. Die Feuerwehr saugte das Wasser von der Bühnendecke ab. „Wie geht’s weiter?“, lautete die meist gestellte Frage. Geduldig harrten drei Mütter und ihre fünf Kinder aus, die aus dem Kreis Nohfelden gekommen waren. Mit Regenjacke augerüstet stand für Delia Schmidt fest: „Wir lassen uns die Stimmung nicht verderben.“ Schon kurz nach dem Unwetter waren die Shuttlebusse zum Halberg wieder voll. Doch erst gegen 15.30 Uhr war klar: Die Party kann weitergehen. Nach dem Regen strömten wieder die Massen zur Bühne. „Gebt alles“, forderte Cassandra Steen getreu dem Titel ihrer aktuellen Single die regenfeste Menge zum Mitmachen auf.

Sofort kam wieder Stimmung auf. Das Publikum unterstützte die deutsche Soul-Sängerin lautstark. Vor demAuftritt trafen Celine Kessler aus Göttelborn und Franziska Detzner aus Fischbach die Künstlerin im VIP-Bereich. Die Elfjährigen hatten bei der Internet-Community SOL.de ein Treffen mit der Sängerin gewonnen. „Was wolltest Du in unserem Alter werden?“, fragte Celine sie. Steen antwortete: „Tierarzthelferin, etwas mit Pferden und manchmal eine Ballerina.“

Schon vor dem Regen hatte das Anti-Rassismus-Projekt Farbenblind seinen Auftritt. Für die jungen Sänger ging es von der Schulbank direkt auf die Halberg-Open-Air-Bühne, Für einige von ihnen verwirklichte sich damit ein Jugend-Wunsch: „Ich habe mit einer Freundin gewettet, auf dieser Bühne zu stehen,“ erinnerte sich Solistin Sarah Hamm.

Im Backstagebereich im Schloss Halberg war das Wetter das Thema Nummer eins: „Ich war schon bei vielen Festivals, bei denen nach meinem Auftritt abgebrochen wurde“, sagte Bosse. Er selbst habe aber immer Glück gehabt.Nach Frida Gold und Rapper Marteria stand Bosse um 20.05 Uhr endlich live auf der Bühne. Doch zuvor sorgte noch Milow für kuschelige Momente bei Sonnenschein: „Ich liebe es, live zu spielen. Das ist das schönste an meinem Beruf“, freute sich der Chartstürmer auf seinen Auftritt.

Als mit Jenix gegen 21.30 Uhr die letzte der zehn Bands die Bühne verließ, zogen die Einsatzkräfte Bilanz: „Die Besucher waren sehr diszipliniert. Trotz der Witterungsverhältnisse war das ein sicheres, äußerst ruhiges Halberg Open Air“, lobten sie die rund 18 000 Musikfans. Für die Polizei sei das Festival ein „unspektakulärer Einsatz“ gewesen, so Leiter Reiner Hartz. Und auch das DRK habe nur wenig zu tun gehabt, resümierte Einsatzführer Oliver Pitzer.

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