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Hallenbad hat wieder plangemäß die Saison eröffnet

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Völklingen. Regen, Wind und das wechselhafte Wetter lassen die Freunde des Schwimmsports ab sofort kalt. Denn seit Mittwoch ziehen sie ihre Bahnen wieder unter dem Dach des Völklinger Stadtbades. „Der Umzug verlief reibungslos, wir konnten wie geplant unseren Betrieb aufnehmen“, berichtet die Fachangestellte für Bäderbetriebe, Birgit Hahn, die am Sonntag noch die letzte, verregnete Schicht im Freibad geleitet hatte. Gleich am ersten Morgen ist Frauenschwimmen angesagt.

„Das ist bei uns nichts Neues. Unsere Stammgäste wissen schon lange, dass mittwochs morgens die Damen das Becken für sich haben“, sagt Hahn. So ganz für sich aber auch nicht. „Wir haben ja auch Schulschwimmen, und wenn dann ein Lehrer mit seiner Klasse schwimmen geht, stört das auch niemanden“, so die Schwimmmeisterin. Schließlich handelt es sich beim Völklinger Frauenschwimmen nicht um eine Aktion wie das Burka- Schwimmen, das im benachbarten Altenkessel geplant ist und dort für allerhand Diskussionen sorgt. So stört es am Mittwochmorgen auch keine der Damen, dass eine Klasse aus Ludweiler mit ihrem Lehrer Schwimmunterricht macht. Die Damen im Völklinger Becken haben sich schnell umgewöhnt. „Egal ob im Hallen- oder Freibad, wir Stammgäste sind hier eine richtige Familie“, sagen Inge Courtehoute und Hannelore Spies.

Auch beim Frauenschwimmen habe sich eine richtige Clique gebildet, man verstehe sich gut untereinander. Klar, dass da zwischen den Schwimmzügen immer wieder geplaudert wird. „Ein Schwätzchen muss sein“, sagt Spies, und Courtehoute merkt an: „Schließlich müssen wir Neuigkeiten austauschen.“ Als das Gespräch auf den Sanierungsstau im geliebten Hallenbad kommt, brechen beide eine Lanze für das Bad. „Egal ob Hallen- oder Freibad, das war noch immer ein teures Vergnügen für die Kommune, doch es gehört einfach dazu“, meint Spies. Sie argumentiert: „Schon wegen des Schulschwimmens, ich finde es wichtig, dass alle Jugendlichen schwimmen können.“

Auch der Schwimmverein sei sehr aktiv und auf die Badeanstalten angewiesen. Das Völklinger Stadtbad sei gut zu erreichen. „Es liegt nahezu ideal, ich kenne viele Leute, die bequem mit dem Bus hierher kommen.“ Wo in Sachen veraltete Schwimmbadtechnik der Hase im Pfeffer liegt, ist im Bad übrigens nicht zu erfahren. Die Fachangestellte Hahn verweist auf Stadtpressesprecher Uwe Grieger. Der verweist wiederum auf Oberbürgermeister Klaus Lorig: „Er hat schon alles gesagt, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.“ Die Badenden kennen die Problematik aus der Zeitung, doch sie sagen: „Noch gibt es keine Auswirkungen, die wir bemerkt hätten.“

Also ziehen sie weiter ihre Bahnen und das geliebte Schwätzchen gehört nach wie vor dazu. Und egal, wie es mit dem Völklinger Stadtbad weiter geht: Dass ihnen die Themen nicht ausgehen, ist gewiss.

RÜCKSCHAU

Das Hallenbad gilt bereits seit 2005 als sanierungsbedürftig. Damals sagte ein Gutachten, die zur Substanzerhaltung notwendigen Investitionen beliefen sich auf 4,5 Millionen Euro. Erst vor Wochen warnte Oberbürgermeister Klaus Lorig, die Technik im Hallenbad könne jeden Tag zusammenbrechen. Die Verwaltung hat den Plan in der Tasche, notfalls Schulen und Vereine zum Schwimmen nach Püttlingen bzw. Saarbrücken umzusiedeln. er

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