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Handy-App lockt in die St. Ingberter Geschäfte

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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Der Verein Handel und Gewerbe und die Stadt St. Ingbert unternehmen mit neuem Partner einen Anlauf, den Bürger stärker für die Angebote in seiner Heimatstadt zu interessieren. Eine App für das Smartphone (also eine Anwendung, die Informationen auf das internetfähige Mobiltelefon lädt), soll dem Kunden auf dessen Bedürfnisse zugeschnitten mitteilen, was gerade Tolles in der St. Ingberter Einkaufswelt auf ihn wartet. Rechtzeitig zur Ingobertus- Messe ist die App (Consumer Service App) auf den Markt gekommen. Wirtschaftsförderer Thomas Debrand hat sie schon auf seinem Smartphone, wie er beim Pressetermin stolz zeigte. „Ingobert“ nennt sich das gute Stück, der Beckerturm dient als Logo. Die App ist für den Nutzer kostenlos. Die Technik, die dahintersteckt, stammt von der Firma Vendopolis aus Saarbrücken.

Geschäftsführer Karl-Theodor Elig wagt bei der Vorstellung einen Blick in die Zukunft: „Deutschland hat ein Problem, was den stationären Absatz betrifft.“ Neben der demographischen Entwicklung neigten die Menschen zunehmend dazu, das Haus lieber nicht zu verlassen. Für den „stationären Verkauf“, also die Geschäfte mit Ladenflächen in den Städten, bedeute dies eine existenzielle Bedrohung. Erstaunlich: Ausgerechnet das Internet könne helfen, ist sich Elig sicher. Smartphones seien rasant auf dem Vormarsch, die Menschen also mithin über ihre Kommunikationsgeräte mehr oder minder immer erreichbar. Das müsse der Handel nutzen und mit einer passenden App auf sich aufmerksam machen.

Die Problematik einer Übersättigung mit Werbung ist den Software- Entwicklern dabei durchaus bewusst. Ihr Produkt sieht so aus: Um die App aus dem App-Store auf sein Handy zu laden (Android oder i-Phone), muss der Interessent nur Geburtsjahr, Geschlecht und Postleitzahl von sich preisgeben. Er bleibt also anonym, versichert Elig. Damit bekommt er die Anwendung, in der als Gemeinschaft oder neuhochdeutsch „community“ derzeit 20 St. Ingberter Firmen zu finden sind. Zielgenaue Kommunikation soll es von beiden Seiten geben. Der werbende Händler, erläutert Elig, kann auch kurzfristig eine Aktion in oder einen Gutschein für sein Geschäft (oder mit anderen gemeinsam) ankündigen. Er kann dabei bestimmen, ob er Junge oder Alte, Männer oder Frauen oder alle Nutzer der App darauf aufmerksam machen möchte. Die bekommen dann eine Nachricht. Allerdings nur, wenn sie das auch wollen. Denn auch sie haben die Möglichkeit, aus dem Pool von Firmen, die auf der App zu finden sind, diejenigen rauszunehmen, von denen sie gerade nichts hören und wissen wollen. So erreicht den Einzelnen nur das, was er auch wirklich sehen will. Das findet auch St. Ingberts Wirtschaftsförderer Debrand unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zukunftsweisend. Tonnenweise Werbung, die direkt in die Mülltonne wandere, ließe sich vermeiden. Er berichtet, die Wirtschaftsförderung der Stadt finde das Projekt so toll, dass sie ihm gerne unter die Arme greife.

Wie viel Geld die Stadt zuschießt, sagt er nicht: „Das ist eine ganz kleine Geschichte.“ Die Firmen, die mitmachen, zahlen jedenfalls an das Unternehmen, das die App betreut, 60 Euro im Monat, wenn sie Mitglied bei Handel und Gewerbe sind. Nichtmitglieder zahlen 79 Euro.

www. hage-st-ingbert.de

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