B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

B423

Priorität: Normal

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Handy-Provider schickt Rechnung an tote Saarbrückerin

Als seine alleinstehende Cousine im Mai verstorben ist, hatte Gerhard Rech aus Saarbrücken die traurige Pflicht, sich darum zu kümmern, ihre Verträge abzuwickeln: „Bis auf O2 hat das auch alles problemlos geklappt“, sagt er.

Dass der Saarbrücker für die Verstorbene noch ihre Rechnungen bei dem Mobilfunk-Betreiber über jeweils 39,90 Euro für Mai und Juni bezahlen sollte, obwohl er den Vertrag am 1. Juni gekündigt und die Sterbeurkunde vorgelegt habe, würde er noch hinnehmen. Aber als das Unternehmen im Juli den Betrag nochmals vom Konto der Toten abgezogen und ein Anruf bei der Hotline zu keiner Klärung der Sache geführt habe, habe er das Geld zurückbuchen lassen.

Daraufhin sei ihm eine Mahnung zugegangen, der er widersprochen habe. In einem weiteren Schreiben erklärte O2, dass er für die „verzögerte Kündigung“ eine Gutschrift von 24,40 Euro erhalte, die restlichen 15,40 Euro aber begleichen müsse.

Auf seinen Widerspruch habe Gerhard Rech einen Anruf eines Mitarbeiters der Firma erhalten, der sich für das, was passiert ist, entschuldigt habe. Doch 14 Tage später bekam er plötzlich Post von einem Inkassobüro, dass für die Forderung und die Gebühren nun rund 44 Euro von ihm verlange.

Für Rech eine Frechheit: „Es geht mir nicht um das Geld, sondern ums Prinzip“, sagt er. Internet-Recherchen hätten ergeben, dass viele Hinterbliebene ähnliche Probleme mit dem Anbieter hätten. Die Pressestelle der Telefónica Germany, die das Mobilfunknetz O2 betreibt, überprüfte den Fall und teilte mit, dass die noch offene Forderung auf einem Warenwert für nicht zurückgeschickte Hardware sowie auf einem Rest aus der Juli-Rechnung beruht habe: „Wir werden beide Beträge aus Kulanz gutschreiben“, sicherte die Mitarbeiterin zu. Zudem werde man die Forderung von dem Inkasso-Büro zurückholen. mv

Den Tipp für den Artikel erhielten wir von Leser-Reporter Gerhard Rech aus Saarbrücken. Für Sprachnachrichten aufs Band nutzen Sie die Nummer (0681) 59 59 800 oder kontaktieren uns online – unter leser-reporter@sol.de.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein