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Happy Birthday: AKK wird 50!

Herzlichen Glückwunsch, Frau Ministerpräsidentin! Annegret Kramp-Karrenbauer wird heute 50.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Ministerpräsidentin! Annegret Kramp-Karrenbauer wird heute 50.

Saarbrücken. Dass eine 19 Jahre junge, gebürtige Völklingerin in die CDU eintrat, war der Saarbrücker Zeitung 1981 nicht eine Zeile wert. Wer hätte auch ahnen können, dass sie 30 Jahre später die erste Ministerpräsidentin des Saarlandes wird? Immerhin: Im Dezember ’86 füllt Annegret Kramp-Karrenbauer mit ihrem langem Namen bereits mehr als eine Zeitungszeile (weder Oskar Lafontaine noch Peter Müller schafften das). Als Vize-Vorsitzende der Jungen Union verharrt sie aber noch versteckt im Text. Die Schlagzeile dazu gehört zwei Jungspunden, 31 und 28: „Peter Müller behauptet sich gegen Peter Altmaier“. Der Eppelborner, bereits JU-Vorsitzender, weist Herausforderer Altmaier in die Schranken. Doch aus beiden wurde ja noch was.

Die Landesmutter in spe ackert derweil im Püttlinger Stadtrat, arbeitet sich in den Berichten der Lokalredaktion Zeile für Zeile nach oben, Kurs Überschrift. Im November 1997 hat sie es auch landesweit geschafft. Sie soll für Bundesminister Klaus Töpfer, den es in UN-Diensten nach Nairobi zieht, ins Parlament nachrücken: „Dreifache Mutter steht vor dem Bundestag.“ Rein, ins Parlament, kommt sie aber erst drei Monate später. Es bleibt ein halbjähriges Intermezzo.

Angesichts der handfesten Umarmung mit der der Püttlinger Bürgermeister Rudolf Müller im Januar ’98 die Bundestagskandidatin herzt (siehe Foto), grenzt es aber fast an ein Wunder, dass die junge politische Karriere nicht vorzeitig erdrückt wird.

Als Abgeordnete macht Kramp-Karrenbauer dann häufiger Schlagzeilen. „Mit Helmut Kohl auf der einsamen Insel?“ lautet die Frage über einem Schüler-Interview mit ihr und Parlamentskollegin Jutta Müller. Die SPD-Frau kann sich eine Eiland-Zweisamkeit mit Kohl immerhin vorstellen.

Kramp-Karrenbauer antwortet auf die gleiche, aber auf Gerhard Schröder gemünzte Frage, kategorisch: „nein“. Überzeugungsfest schon damals. Was man auch noch nachlesen kann: Die Sozialdemokratin fährt einen schicken BMW, Kramp- Karrenbauer bescheiden Seat. Da hat sie’s heute als Regierungschefin im Mercedes doch entschieden bequemer.

In großen Autos fährt AKK, wie sie regierungsintern kürzelt, von 2000 an regelmäßig. Mit Ende 30 wird sie als Nachfolgerin von Klaus Meiser erste und jüngste Innenministerin Deutschlands. Nicht der einzige Vorgänger, den sie hinter sich lässt. Die Verhältnisse übrigens sind beruflich wie daheim schnell geklärt. „Der Papa macht aber immer noch die besseren Pommes frites“ erfahren wir im Jahr 2000 von Markus, Laurien und Julian. Auch eine Spitzen-Politikerin kann halt nicht alles können.

Im Laufe der kommenden Jahre mit wechselnden Ministerinnen- Aufgaben werden solch privaten Schlagzeilen rar. Und die politischen werden auch mal unangenehm. „Kramp-Karrenbauer erst im zweiten Anlauf gewählt“ heißt es im August 2011 etwa nach dem Wahlkrimi im Landtag.

Eines aber hat Annegret Kramp-Karrenbauer in nun 50 Jahren auch bewiesen: Frau kann auch mit einem Namen, der eigentlich jede Überschrift sprengt, Schlagzeilen machen. 219 Haupt- und Unterzeilen waren es in der SZ bis gestern, nun sind’s 220.

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