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Happy Birthday! Peugeot feiert seinen 200. Geburtstag

Der Automobilhersteller Peugeot hat eine wechselhafte Geschichte. In den vergangenen 200 Jahren stellte das Unternehmen Sägen, Kaffeemühlen, Textilien, Fahrräder und natürlich auch Autos her. Im Bild: ein Peugeot Typ 15 aus dem Jahr 1897.

Der Automobilhersteller Peugeot hat eine wechselhafte Geschichte. In den vergangenen 200 Jahren stellte das Unternehmen Sägen, Kaffeemühlen, Textilien, Fahrräder und natürlich auch Autos her. Im Bild: ein Peugeot Typ 15 aus dem Jahr 1897.

  Paris/Saabrücken. Einen genauen Termin für die Gründung des Autoherstellers Peugeot festzulegen, ist schwierig, da die Nachkommen der Müller-Familie Peugeot aus der ostfranzösischen Region Montbéliard 1810 gleich mehrere Unternehmen ins Leben gerufen haben. Am passendsten ist die Gründung von Peugeot Frères Ainés am 26. September 1810, mit dem die Brüder Jean-Pierre und Jean Frédéric in die Metallurgie und Stahlproduktion einsteigen – ihre jüngeren Brüder hatten sich für die Textilindustrie entschieden. Während aber die Sägen, Werkzeuge und Federn aus dem Hause Peugeot landesweites Ansehen genießen, ist das Textilunternehmen bald schon wieder am Ende.

Mit Werkzeugen, Eisenwaren, aber auch Kaffee-, Pfeffer- und Salzmühlen erlebt Peugeot in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts einen großen Aufschwung. Das Wahrzeichen, der Löwe, ziert seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Produkte. Er steht für die Säge mit ihren scharfen Zähnen, der Schnelligkeit und dem geschmeidigen Rücken.

Die Familie Peugeot baut bei der Entwicklung ihres Unternehmens auf protestantische Richtlinien. Gewinne werden reinvestiert, ein pompöser Lebensstil gilt als verdammenswert. Einerseits herrschen strenge Führung und absolute Disziplin, auf der anderen Seite führt Peugeot soziale Konzepte ein. So wird beispielsweise eine Hilfskasse initiiert, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen gefüllt wird.



Einen Einschnitt bringt der 6. Juni 1885: Armand Peugeot schlägt dem Verwaltungsrat vor, Fahrräder ins Programm aufzunehmen. Peugeot Frères investiert acht Prozent des Umsatzes in eine Spezialwerkstatt. Nach der Weltausstellung 1889 boomt der Verkauf. Im Jahr 1900 beschäftigt die Fabrik 650 Arbeiter und produziert 20 000 Fahrräder.

Bald steht die Idee im Raum, das Rad mit einem Motor auszustatten. Angesichts der Schwierigkeiten, die der Einbau eines Motors mit sich bringt, ist schnell klar, dass das Gefährt drei oder vier Räder haben muss. Durch einen Kontakt zum Entwickler Gottlieb Daimler kann Peugeot Anfang 1890 erstmals Zweizylinder-Motoren auf einen „Peugeot-Typ-2“ montieren. Den Durchbruch erreicht Peugeot, als es gelingt, 1200 Kilometer mit fast 15 Stundenkilometer Durchschnittsgeschwindigkeit und nur einer Panne – einem Differenzialbruch – zurückzulegen.

In der Zeit des Ersten Weltkrieges wandelt sich Peugeot zum Großunternehmen. Peugeot baut eine Schmiede, in der „alle Teile für die jährliche Konstruktion von 12 000 Autos sowie 100 000 Fahrrädern und Motorrädern produziert werden“. 1929 trägt der erste Peugeot die heute üblich Ziffernkombination: der „201“. Dieses Auto wird zum Großserienerfolg: Peugeot baut bis 1937 über 142 000 Exemplare dieses Modells. Modellwechsel gehen in den kommenden Jahren langsam vonstatten: Die dritte Generation entsteht mit dem 203 erst Mitte der vierziger Jahre, das Mittelklassemodell 404 baut Peugeot ab 1960.

Eine neue Epoche beginnt, als das Unternehmen 1959 den 403 Diesel vorstellt – damals noch ein höchst unpopuläres Feld.

Peugeot, mittlerweile durch die Übernahme von Citroën gewachsen, gerät in die Krise, nachdem das Unternehmen 1978 die europäischen Tochtergesellschaften von Chrysler als Talbot in den Konzern integriert. Erst im Zuge einer industriellen Reorganisation, in deren Rahmen mehrere große Werke geschlossen werden, kommt die Gruppe 1985 aus den roten Zahlen.

Zuletzt profilierte sich das Unternehmen vor allem bei der Entwicklung umweltfreundlicher Technik: Peugeot führt nicht nur als erster Hersteller den Rußpartikelfilter ein, das Unternehmen spielt auch beim CO2-Ausstoß ganz vorne mit. 
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