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Hartmann und Hinschberger bieten Rücktritt an

Saarbrücken. Der saarländische FDP-Vorsitzende Christoph Hartmann hat seinen Rücktritt angeboten. Bei einer Krisensitzung des erweiterten Parteivorstands gestern Abend in Saarbrücken unterbreitete Hartmann den Vorschlag, einen Sonderparteitag abzuhalten, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Er selber wolle nicht mehr kandidieren, hieß es aus Kreisen von Teilnehmern. Sein Amt als Wirtschaftsminister wolle er aber ebenso behalten wie sein Landtagsmandat.

Zugleich betonte der umstrittene Fraktionschef Horst Hinschberger, auch er stehe einem Neuanfang nicht im Wege und sei bereit, auf das Amt des Fraktionsvorsitzenden zu verzichten. Diesen Schritt wolle er spätestens nach dem Sonderparteitag vollziehen. Laut Teilnehmern sind die Entscheidungen „mit Respekt“ aufgenommen worden. Man habe sich darauf verständigt, dass Hartmann bis zum Ende der Legislaturperiode Wirtschaftsminister bleibe. Der Landesvorstand habe sich darauf verständigt, gestern keine Vorschläge für die Nachfolge in beiden Positionen zu machen, so Hinschberger.

Als möglicher neuer Fraktionschef wird der bisherige Stellvertreter Christian Schmitt gehandelt. Als Nachfolger Hartmanns waren dem Vernehmen nach der Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic und der Saarbrücker FDP-Kreisvorsitzende und Unternehmer Hartmut Ostermann am Rande des Treffens im Gespräch.

Damit erreicht die schwere Krise der FDP Saar, die mit der Strafanzeige Hinschbergers gegen die Verantwortlichen der liberalen Stiftung „Villa Lessing“ im Mai begonnen hatte, ihren Höhepunkt. Der wochenlange Streit führte erst zum Vorwurf gegen Hartmann, er lasse Entschluss- und Führungskraft vermissen, und schließlich gestern zu hektischen internen Gesprächen. Diese sollen Hartmann deutlich gemacht haben, dass er keine Mehrheit mehr habe. Wie es hieß, will die FDP heute die Öffentlichkeit informieren. red
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