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Hat Mann (30) Spielbank-Besucher ausgeraubt?

Saarbrücken. „Der Angeklagte machte keine Angaben zur Person und zur Sache.“ Mit diesem Satz des Verteidigers begann gestern vor dem Landgericht die Beweisaufnahme im Strafprozess gegen einen 30-Jährigen aus Frankreich. Er soll Teil einer mehrköpfigen Bande sein, die vor zwei Jahren als „Spielbankräuber“ für Schlagzeilen sorgte.



Opfer noch vor deren Haustür angegriffen

Damals soll der Angeklagte in mehreren Fällen dabei gewesen sein, als die Männer Besucher der Spielbank in Saarbrücken beobachteten, nach Hause verfolgten und auskundschafteten. Anschließend sollen sie in wechselnder Beteiligung – wenn die Gelegenheit günstig war – in die Häuser der Opfer in Saarbrücken, St. Wendel und Riegelsberg eingestiegen sein oder ihre Opfer noch vor deren Haustür angegriffen haben. In einem der Fälle gingen die Männer, die jeweils mit mehreren Fahrzeugen unterwegs waren, angeblich besonders dreist vor. Als sie glaubten, entdeckt worden zu sein, observierten sie die örtliche Polizei. Und erst, als sich dort nichts tat, schritten sie zur Tat.

Zahlreiche Ziele

Die Liste der möglichen Opfer und Tatorte umfasst elf Positionen – sie reicht vom grenznahen Saarland bis nach Bad Homburg. Und nicht nur Spielbankbesucher mit Geld sollen ins Visier der Bande geraten sein. Auch die Post in Blieskastel, ein Supermarkt in Großrosseln, eine Eisdiele in Völklingen und ein rollender Tabakladen in Nassweiler sollen zum Ziel geworden sein.

Die Angestellte des Verkaufswagens an der Grenze wurde im März 2009 mit Waffen bedroht und eingesperrt. Der Verkaufsleiter des Supermarktes wurde rund einen Monat später auf dem Firmenparkplatz gekidnappt und gezwungen, die Türen des Geschäftes zu öffnen sowie die Alarmanlage auszuschalten. Die Täter erbeuteten jeweils Bargeld. Ohne Beute blieben sie dagegen bei der Eisdiele und der Postfiliale. Am Türschloss der Eisdiele brach eine Schraube ab. Und in der Postfiliale war offenbar nichts von Wert zu holen. Der Prozess wird fortgesetzt. wi

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