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Hat NPD Saar den Bus gebucht, in dem die Schläger saßen?

Saarbrücken. Die Debatte um ein NPD-Verbot könnte nach den neuesten Erkenntnissen in Zusammenhang mit den Körperverletzungen nach einer Demonstration in Dresden am vergangenen Wochenende wieder verstärkt einsetzen. Nach von den saarländischen Behörden gegenüber unserer Zeitung gestern als realistisch eingestuften Informationen der Antifa, haben der NPD Kreisverband Westpfalz und der NPD-Landesverband Saarland gemeinsam den Bus bestellt, von dessen Insassen ein Teil im Verdacht steht, fünf Gewerkschafter auf einer Autobahnraststätte in Thüringen teilweise schwer verletzt zu haben. Ein Mann liegt mit Schädelbruch in einer Jenaer Klinik. Der Bus soll in Homburg angemietet worden sein. Auch die Nachrichtenagentur ddp berichtete dies gestern mit Berufung auf ihr vorliegende Dokumente.

Ein Neonazi aus dem pfälzischen Schönenberg-Kübelberg steht unter dem Verdacht, bei dem Überfall auf die Gewerkschafter in Thüringen beteiligt gewesen zu sein. Das bestätigte Ralf Muhrmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, auf Nachfrage der Zeitung Pfälzischer Merkur. Es werde allerdings gegen alle 41 Insassen des Busses ermittelt, in dem sich Neonazis aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schweden befunden haben sollen, erklärte der Polizeisprecher demnach weiter.

Sowohl die Rechtsextremisten als auch die Gewerkschafter, die aus Hessen stammen, befanden sich auf der Rückreise aus Dresden. Dort hatten die Gewerkschafter gegen den Aufmarsch der Neonazis demonstriert, die wegen des Jahrestages der Bombardierung Dresdens 1945 auf die Straße gegangen waren. red

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