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Hat Neunkircher (51) Autoversicherungen betrogen?

Saarbrücken/Neunkirchen. Als mutmaßlicher Chef einer europaweit tätigen Betrügerbande steht derzeit ein 51-jähriger Neunkircher vor dem Landgericht. Er soll gemeinsam mit Komplizen Versicherungen mit vorgetäuschten Unfällen geschädigt haben. Einige der mutmaßlichen Mittäter, darunter zwei Rechtsanwälte, sind bereits verurteilt. Weitere Verdächtige, darunter ein Anwalt aus Frankreich und mehrere KFZ-Sachverständige warten auf ihren Prozess.

Die Staatsanwaltschaft beschreibt in der Anklage das System der Bande: zunächst kauften Händler im Saarland und in benachbarten Bundesländern gebrauchte Unfallfahrzeuge. In der Werkstatt eines mutmaßlichen Mittäters wurden die Fahrzeuge notdürftig repariert. Weitere Beteiligte agierten als angebliche Halter und andere als Unfallverursacher. Es gab aber keine Unfälle – nur entsprechende Unfallberichte, auch aus dem Ausland. Die Schäden wurden dann auf dem Gelände einer Kfz-Firma in Saarbrücken nachgestellt.

Dann kamen Kraftfahrzeugsachverständige als Gutachter ins Spiel. In der Anklage ist von dreien die Rede. Sie berechneten den Wiederherstellungspreis – meistens in der Größenordnung von 10 000 Euro und ihre Gebühren. Ausgestattet mit dem Unfallbericht und dem Sachverständigengutachten machten die beteiligten Rechtsanwälte die Ansprüche bei der Versicherung geltend. Wie die Gutachter haben auch die Anwälte vermutlich zweimal kassiert, Honorar zahlte die Bande und die Versicherung. Aber einige Versicherungen schöpften Verdacht und zahlten nicht.

Angeklagt ist in dem Prozess auch fortgesetzter Betrug beim Bezug von Arbeitslosengeld II. Der Mann und seine Ehefrau sollen Vermögen verschwiegen haben. Ein Oberinspektor der Arge Neunkirchen beziffert den Schaden auf über 50.000 Euro. jht






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