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Hat Saarländische Rechtspflegerin Geld veruntreut?

Seit Mittwoch stehen eine Frau und zwei Männer (alle 69 Jahre alt) wegen Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts. Die Anklageschrift enthält allein gegen die Frau 30 Vorwürfe. Alle Angeklagten haben Geständnisse angekündigt. Dafür hat das Gericht Bewährungsstrafen und eine Verfahrenseinstellung gegen Geldbuße angeboten.

Die angeklagte Frau war Rechtspflegerin. 1994 hat sie den Justizdienst verlassen und sich selbständig gemacht. Das Unternehmen ging in Insolvenz und ihr Haus sollte zwangsversteigert werden. In ihrer Not wandte sie sich an einen früheren Kollegen, der als Rechtspfleger beim Amtsgericht für Zwangsverwaltungssachen zuständig war. Der verschaffte ihr einen lukrativen Auftrag: die Zwangsverwaltung des Alleehauses in Saarlouis, eine lukrative Immobilie mit Jahreseinnahmen von über einer Million Euro. Das hätte der Rechtspfleger nicht tun dürfen, denn er kannte die Zahlungsunfähigkeit der Frau. Nur integre Personen dürfen als Zwangsverwalter eingesetzt werden. Als Gegenleistungen hat er mehrfach Geldgeschenke erhalten, insgesamt 2000 Euro sollen es gewesen sein. Dazu kommt eine Spende an einen Musikverein, wo er Vorstand ist. In seinem Fall könnte das Verfahren gegen eine Geldbuße, eingestellt werden.

Im Jahr 2009 kam der dritte Angeklagte ins Spiel, ein Kunstmäzen. Von ihm erwarb die Frau Kunstwerke im Wert von mehr als 50. 000 Euro. Nur einen Teil davon bezahlte sie aus eigener Tasche. Etwa in Höhe von 28. 000 Euro wurden Scheinrechnungen für Lieferungen und Leistungen an der Immobilie ausgestellt, die sie als Zwangsverwalterin durchgehen ließ und bezahlte. Nach einem Deal zwischen Gericht, Staatsanwalt und Verteidigern könnten die Frau und der Kunsthändler im Falle von Geständnissen mit Bewährungsstrafen davon kommen.

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