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Hauptsach gudd gess: Saarbrücker Fleischerei Höll feiert 100 Jahre

1910 begann die Erfolgsgeschichte des saarländischen Traditions-Unternehmens Höll. Mit einer breiten Produkt-Palette trotzte der Familienbetrieb auch jüngsten Krisen.

1910 begann die Erfolgsgeschichte des saarländischen Traditions-Unternehmens Höll. Mit einer breiten Produkt-Palette trotzte der Familienbetrieb auch jüngsten Krisen.

Saarbrücken. „In diesem Jahr fühlen wir uns wieder sehr wohl.“ So beschreibt Michael Thielen (Foto: Iris Maurer), geschäftsführender Gesellschafter der Saarbrücker Fleisch- und Wurstwaren-Fabrik Höll, die aktuelle Geschäftssituation. Vor zwei Jahren sei dies noch anders gewesen, als das Unternehmen „mit extrem hohen Rohstoff-Preisen konfrontiert wurde, die wir nicht an den Handel weitergeben konnten“. Inzwischen habe man die Kosten wieder im Griff. Zurzeit beschäftigt das Traditions-Unternehmen, das am Wochenende mit allen, die kommen wollen, sein 100-jähriges Bestehen feiert, rund 700 Mitarbeiter und setzt etwa 100 Millionen Euro um.

Der Familienbetrieb, der von Michael Thielen in der vierten Generation geleitet wird, konzentriert sich auf drei Bereiche. Zum einen produziert man unter der Eigenmarke Höll („die mit der Plombe“) knapp 800 Varianten Wurstwaren. Vor allem im Saarland sei die Marke ein Selbstläufer. „99 Prozent aller erwachsenen Saarländer können mit dem Namen Höll etwas anfangen.“

Die Höll-Wurstwaren steuern zum Umsatz rund 25 Prozent bei. Der wichtigste Erlösbringer mit einem Anteil von 55 Prozent sind allerdings die Wurstsortimente, die Handelsunternehmen von Höll beziehen, sie aber unter ihren eigenen Labels in die Regale stellen. Den restlichen Umsatz-Anteil von 20 Prozent steuert der Convenience-Bereich bei. Hier bietet Höll etwa Hackbraten, Kasseler im Blätterteig oder Sandwichs an. Gut im Geschäft ist Höll auch bei Catering-Unternehmen, die Fluggesellschaften mit Bordverpflegung beliefern.

Die Geschichte der Firma Höll begann 1910, als das Ehepaar Hans und Katharina eine Metzgerei in Eppelborn-Dirmingen gründeten. 1930 übernahm Sohn Wilhelm den Betrieb, 1962 wurde die bereits stark gewachsene Produktionsstätte nach Illingen verlegt. 1975 übernahm Hans Höll Junior in dritter Generation die Unternehmensleitung. Seit 2003 ist Michael Thielen (36) Geschäftsführer des Familienunternehmens. Zwischenzeitlich war man von Illingen in die Betriebsstätte der ehemaligen Fleischereigenossenschaft Fleiwa nach Saarbrücken gezogen (2001/2002). Nach der Wende übernahm Höll die Fleischwaren-Fabrik Finsterwalde. Zudem betreibt das Unternehmen Produktionsstätten in Brandenburg und im polnischen Kaszczor. low

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