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„Hauptsach gudd gess“ und „kään Stress“: Souvenirs von der Saar lassen sich gut verkaufen

Gut zwei Drittel der Saar-Artikel in der Saarbrücker Tourist-Info werden von Einheimischen gekauft. Archivfoto: Becker&Bredel

Gut zwei Drittel der Saar-Artikel in der Saarbrücker Tourist-Info werden von Einheimischen gekauft. Archivfoto: Becker&Bredel

. Kein Bundesland ist laut Meinungsumfragen so heimatverbunden und sympathisch wie das Saarland. So verwundert es auch nicht, dass das Geschäft mit heimatlichen Souvenirs an der Saar von Jahr zu Jahr kräftiger floriert. Besonders beliebt bei Einheimischen wie Besuchern ist der Laden „Made in Saarbrigge“ in der Tourist-Info im Saarbrücker Rathaus, der unter dem Motto „Die kloore Sach'“ rund 70 verschiedene Artikel „mit saarländische Sprich druff“ vertreibt.

„Am besten gehen derzeit der Dauerschreiwer, die Inkaafstasch mit saarländischen Sprüchen wie ,Oh Leck!' oder ,Mo Gugge' und alles, was mit der Küche zu tun hat, wie die Schürze ,Hauptsach gudd gess'“, sagt Karin Dupré-Thönes, die die Souvenirs à la Saar im Rathaus verkauft. Ihr Chef, der Saarbrücker City-Manager und Tourismus-Direktor Alexander Hauck, ist zwar geborener Pfälzer, fühlt sich aber inzwischen längst auch als Saarländer. „Ich trage gern das T-Shirt mit der Aufschrift ,Saugudd' und habe auch die drei Eierbecher ,Made in Saarbrigge' zu Hause“, sagt er. Auf ihnen stehen die saarländischen Weisheiten: „Ei gudd, ei legger, ei jo“. Wie alle anderen Artikel vom „Kumm Rinn“-Eingangsschild bis zur „Fir's Schätzje“-Kuscheldecke – kann das Set auch übers Internet erworben werden.

In der Saarbrücker Tourist-Info gehen gut zwei Drittel der Saar-Artikel über die Infotheke an Einheimische. City-Manager Hauck überrascht dies nicht: „Die Käufer sagen ja mit ihren Artikeln und den witzigen Mundartsprüchen auch gerne selbst: Ich bin made in Saarbrigge.“ Mit Umsatzzahlen hält sich Hauck dagegen bedeckt. Er verrät nur, dass pro Jahr alleine mehr als tausend Kaffeetassen mit der Aufschrift „Mir mache uns kään Stress !“ verkauft werden.

Die Erfolgsgeschichte der „Made in Saarbrigge-Artikel“, zu denen jährlich neue hinzukommen, begann 2002. Seit dieser Zeit gibt es die Produktkooperation zwischen dem Verkehrsverein Saarbrücken und der luxemburgisch-saarländischen Firma Nice Merchandise, die die Artikel herstellt. Verkauft werden diese auch im Airport-Shop in Saarbrücken-Ensheim, in den „Papillon“-Geschenkboutiquen und ab 23. November wieder auf dem Saarbrücker Weihnachtsmarkt.

„Keine Konkurrenz, aber eine gelungene Ergänzung“ sieht City-Manager Hauck im Internet-Angebot der Heimat Manufaktur Saarland mit ihrem Bürolädchen in der Saarbrücker Heinrich-Böcking-Straße. Dort vertreibt Chefin Dorothee Wiebe neben „Glückauf-Grubengutzja“ auch Schwenker-Utensilien und „ Heimat aus der Dose“ mit den Champagner-Trüffeln „Perlen der Saar“ der Confiserie Schubert, Apfelsecco und heimischer Marmelade. Diese Präsente werden besonders gern von Firmen für ihre Geschäftspartner und Mitarbeiter gekauft. Auch SPD-Politikerin Astrid Klug und Kommunikationstrainerin Marion Bredebusch haben ins Heimat Manufaktur-Gästebuch geschrieben, dass sie die Produkte gerne verschenken.

 

Zum Thema:
An diesem Montag gibt es unter anderem diese Programmpunkte im Saarländischen Rundfunk zur Themenwoche „ Heimat “:Auf SR 2 erklärt zwischen 6 und 9 Uhr eine Psychologin, warum der Mensch die Heimat braucht. Zwischen 13 und 17.30 Uhr wird der Frage nachgegangen, wie Menschen mit dem Verlust der Heimat umgehen. Bei SR 1 Abendrot kommen die Herausgeber des Buchs „Wo die Heimat wohnt – Museen im Saarland“ zu Wort. Das ganze Programm steht im Videotext des SR und unter www.sr-online.de/themenwoche . red  

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