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Haus brennt nieder - Feuerwehrleute brechen bei Löschversuch zusammen

Die Rauchsäule über Alt-Saarbrücken war gestern Vormittag kilometerweit zu sehen und zeigte den Feuerwehrmännern schon auf dem Weg zum Einsatz den Brandort hinter der Grundschule am Ordensgut genau an. Gegen kurz nach neun Uhr gingen mehrere Notrufe bei Polizei und Feuerwehr ein.

Als Erstes meldete ein Nachbar den Brand. Er hatte den 82-jährigen Bewohner aus dem brennenden Haus gerettet. Dieser hatte nach Angaben von Uwe Wilhelm, Dienststellenleiter der Polizei Alt-Saarbrücken , noch versucht, das Feuer selbst zu löschen.

Als die Feuerwehrleute vor Ort ankamen, stand das Holzhaus lichterloh in Flammen. Das Problem: Es hatte keine direkte Zufahrt und so war es für die Feuerwehr anfangs sehr schwierig, die Löscharbeiten aufzunehmen. Nur über die Ordenstreppe kamen sie zunächst auf das Grundstück, dort versperrte ein verschlossenes Blechtor den Feuerwehrleuten den Weg. Die Ersten kletterten mit Atemschutzgerät darüber. Dann wurde das Tor aufgebrochen. Zum Glück konnten die Feuerwehrleute die Drehleiter mit einem Strahlrohr so in einer Nebenstraße positionieren, dass wenigstens aus der Luft tausende Liter Wasser auf den Brand herabregneten.



Das Haus war da längst nicht mehr zu retten. Es stand in jedem Winkel in Flammen, die Seitenwände stürzten in sich zusammen, Nachbarhäuser waren in Gefahr. Die rettete die Feuerwehr aber, indem sie mit höchster Priorität dafür sorgte, dass sich die Flammen nicht mehr ausbreiten konnten. Einen Gastank auf dem Grundstück schirmten sie ebenfalls ab.

Bewohner der Nachbarhäuser wurden evakuiert, der Hausbewohner aus dem Brandobjekt war ebenfalls bei einem Nachbarn sicher untergekommen. Nach drei Stunden erlitt er dann einen Schwächeanfall vor Ort und brauchte den Notarzt. An den Händen des Mannes stellte der Arzt Brandverletzungen fest. Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr und Polizisten kümmerten sich um ihn. Er kam kurz in eine Klinik, wurde aber nur ambulant versorgt, berichtet Feuerwehrchef Josef Schun. Die Feuerwehr war mit mehreren Löschzügen vor Ort.

Die Wehr hatte den Brand nach einer knappen Stunde unter Kontrolle, ein Nachbaranwesen erlitt einen Schaden. Aber nicht durch Feuer, sondern durch Wasser und abrutschende Erdmassen. „Durch das Löschwasser und die beim Brand platzenden Wasserleitungen im Haus wurde das brennende Gebäude komplett unterspült“, erläutert Josef Schun. Ein Teil des Grundstücks sackte ab, am Mittag wurde Löschwasser nur noch sparsam eingesetzt, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Nach Angaben von Uwe Wilhelm von der Polizei in Alt-Saarbrücken half das Technische Hilfswerk dabei, das Gelände abzusichern. Das in der Hanglage tiefer liegende Haus wurde aber durch den Schlamm in Mitleidenschaft gezogen.

Vorbildlich: Die Lehrer der Grundschule hatten ebenfalls den Brand gemeldet und zugleich dafür gesorgt, dass die Rettungswege frei bleiben und die Feuerwehr eingewiesen. Außerdem wurde die Schule vorsichtshalber evakuiert.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Nachmittag, mehrere freiwillige Feuerwehren wurden nachgefordert, immer wieder Personal getauscht. Drei Feuerwehrleute erlitten beim Einsatz auch aufgrund der Außentemperaturen einen Kreislaufkollaps, wurden aber vor Ort versorgt. Das Haus brannte bis auf die Grundmauern ab. Die Brandursache ist noch unklar. Brandermittler der Polizei haben ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Die Berufsfeuerwehr rückte gestern parallel zu dem Brand bis zum Nachmittag noch zu sieben weiteren kleinen Einsätzen aus.
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