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Haus nach Erdrutsch unbewohnbar

Bis auf die Grundmauern war am Monatsanfang in Alt-Saarbrücken ein Wohnhaus abgebrannt. Heute ist das Gebäude eine Brandruine, es muss abgerissen werden (die SZ berichtete). Ganz unbemerkt wurde bei dem Feuer ein weiteres Haus zerstört, obwohl die Flammen dank der Feuerwehr das Nachbargebäude nie erreicht hatten.

Zum Verhängnis wurde dem Haus ein Hang. „Uns hat es den Boden unter den Füßen weggezogen“, erzählen Martina und Josef Schmitz. Die beiden sind für Monate obdachlos. Bei dem Brand waren sie noch froh gewesen, dass das Feuer dem Anwesen nicht zu nahe kam. Doch nach den Löscharbeiten brach für sie eine Welt zusammen. Tausende Liter Löschwasser weichten den Boden auf. „Durch die Hitze muss es dann dazu gekommen sein, dass die unter dem Haus verlaufenden Wasserleitungen geplatzt sind“, sagte Feuerwehrchef Josef Schun schon nach dem Einsatz. Durch das im Boden austretende Wasser sei der Hang schließlich ins Rutschen gekommen, die ersten Meter des brennenden Hauses brachen ein und rutschten zusammen mit dem Erdreich ab.

In Fließrichtung des Wassers steht das Wohnhaus der Familie Schmitz. Der Schlamm bedeckte das Kellerfenster komplett, drückte sich durch die Dichtung, türmte sich einen Meter hoch an der Wand, drückte die Balkontür ein, verwüstete das Schlafzimmer und das Wohnzimmer. Wände und Erdgeschoss wurden nass. Noch schlimmer: Ein mehrere Tonnen schweres Betonfundament rutschte den Hang hinunter und schlug gegen die Mauern des Schmitz-Hauses. Tiefe Risse sind dabei entstanden, zum Glück habe die Statik aber nichts abbekommen.

„Ob das Wasserglas halbvoll oder halbleer ist? So langsam wird das Glas wieder voll“, sagt die Hausbesitzerin, die seit dem Brand mit ihrem Mann in einer kleinen Wohnung bei Bekannten wohnt. In ihrem Haus sind die Handwerker zu Gange, der Schaden ist sechsstellig, aber noch nicht genau beziffert. „Uns rettet, dass wir eine eigene Gebäudeversicherung haben, die jetzt unabhängig vom Verursacher in Vorlage tritt und sehr schnell reagiert hat“, sagt Schmitz. Ihr Haus ist leergeräumt. Trocknungsgeräte sollen die Nässe aus den Mauern ziehen, der Schlamm muss noch chemisch untersucht werden. Er könnte beim Brand mit Umweltgiften kontaminiert worden sein. Drei Monate dauere die Sanierung, so die Experten. „Aber uns geht es schon besser, seit die Arbeiter da sind und sich wieder was tut“, sagt die Hausbesitzerin. Wenn sie Glück haben, können sie im Herbst zurückkehren. Das Haus oberhalb des Grundstücks wird bis dahin nicht wieder aufgebaut sein. Schmitz: „Es ist nicht entschieden, ob das Haus überhaupt neu errichtet wird.“
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