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Heftiger Altpapier-Krieg um Blaue Tonne im Saarland

SAARBRÜCKEN. Mit aller Härte wird im Saarland zurzeit der Kampf um alte Zeitungen ausgetragen. Hintergrund: Mit dem Altpapier lässt sich gut Geld verdienen.

Die Fronten sind dabei klar: Der Entsorgungsverband Saar (EVS) gegen private Müllfirmen wie Paulus, Burghardt oder Jacoby. Denn die haben jetzt begonnen, wie der EVS auch, die Haushalte mit Blauen Tonnen zu versorgen. Und so geht es zur Sache: 

In St. Ingbert hatte der EVS ein Flugblatt verteilt, in dem die Menschen aufgefordert wurden, die privaten Tonnen zurückzuschicken. Die Firma Paulus klagte und gewann. Der EVS darf dieses Flugblatt nicht mehr verteilen.

:: Mit Altpapier lässt sich viel Geld verdienen

In Homburg kuschelt der EVS dagegen mit den Privaten. Bereits Ende Mai gab EVS-Geschäftsführer Karl-Heinz Ecker dort der privaten Altpapier-Abfuhr seinen Segen: „Homburg hat sich entschieden für einen privaten Entsorger; wir wollen dazu keine Konkurrenz aufbauen.“
 
In Illingen wollte Bürgermeister Armin König (51, CDU) ebenfalls einen privaten Weg gehen. Dort griff der EVS wieder an: König bekam zu hören, er falle den anderen Kommunen in den Rücken. !J In Neunkirchen sind die Monopol-Ideen des EVS nicht wohl gelitten.

Neunkirchens Oberbürgermeister Friedrich Decker (60, SPD) ließ sich nicht in die Disziplin des Müll-Riesen zwingen. Decker: „Bei uns steht ja schon alles mit Blauen Tonnen voll.“ 

Saarbrücken, St. Wendel, Lebach und Eppelborn sind aus dem EVS ausgetreten. Hier kommt der Verband ohnehin nicht zum Zuge. Fazit: Absolutes Altpapier-Chaos im ganzen Saarland. Den Menschen im Land dürfte es allerdings egal sein, wo sie ihre Tonnen herbekommen – Hauptsache das Altpapier wird entsorgt. szn/aw
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