L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Heiko Maas will mehr Schutz vor Geisterfahrern

Im Saarland ist die Zahl der Geisterfahrten leicht gestiegen. Das geht aus den Daten des Landespolizeipräsidiums hervor. 2011 wurden bei der Saarbrücker Behörde mindestens 14 Falschfahrten registriert. Drei Mal war der Fahrer dabei betrunken. Fünf Irrfahrten endeten mit einem Verkehrsunfall, bei denen es einen Toten, zwei Schwerverletzte und acht Leichtverletzte gab. 2012 wurden dann 18 Geisterfahrten registriert. Vier Fahrer waren alkoholisiert unterwegs. Allerdings kam es nur zu drei Unfällen mit insgesamt drei Leichtverletzten. pbe


Herr Maas, Geisterfahrten forderten allein 2012 bundesweit mindestens 26 Tote. Wie kann man diese Gefahr eindämmen?
Maas: Ich fordere schon lange, dass wir auf Autobahnen mehr mit technischen und optischen Warnelementen arbeiten müssen als bisher. Nur so können wir die Gefahren durch und für Geisterfahrer minimieren. Der Bund ist aber am Zug, denn Autobahnen sind Bundesstraßen.

Österreich setzt an Auffahrten auf Metallzacken, die nur in die richtige Richtung befahrbar sind. Was halten Sie davon?
Maas: Metallzacken erscheinen auf den ersten Blick wirkungsvoll, aber selbst Verkehrsforscher sind hierbei skeptisch, da dann etwa bei unfallbedingten Sperrungen von Autobahnabschnitten die Auffahrten nicht mehr als Not-Abfahrten für Rettungsfahrzeuge genutzt werden könnten. Außerdem sind Metallzacken im Vergleich zu optischen und akustischen Warnanlagen wesentlich kostenintensiver in Anschaffung, Einbau und Wartung.

Ihr Vorschlag lautet also?
Maas: Ich plädiere dafür, zunächst das Aufstellen großer Warnschilder konsequent anzugehen. Das wird ja derzeit in Bayern getestet. Und diesen Feldversuch sollten wir bundesweit in die Praxis umsetzen. Daneben könnte ich mir vorstellen, akustische Warner einzusetzen, die bei entsprechend falscher Auffahrt ein lautes Signal geben.

Sie haben sich im Jahr 2012 mehrfach für bessere Sicherheitsmaßnahmen ausgesprochen. Nur passiert ist wenig.
Maas: Zumindest gibt es mittlerweile ein größeres öffentliches und politisches Problembewusstsein als noch vor ein paar Jahren. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden Monaten konkrete Ergebnisse erzielen werden.
 
Sie können aber über den Bundesrat Druck machen.
Maas: Ich werde das Thema auch auf der nächsten Verkehrsministerkonferenz auf die Tagesordnung setzen lassen. Mir ist aber wichtig, dass wir dazu eine gemeinsame Position von Bund und Ländern erarbeiten, die wir dann schnell umsetzen.


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