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Heinz Beckers "Sohn" macht Karriere in Salzburg

Andreas Gergen (auf dem Foto ganz links) spielte vor rund zehn Jahren den Sohn von Comedy-Figur Heinz Becker. Jezt geht er als Operndirektor nach Salzburg.

Andreas Gergen (auf dem Foto ganz links) spielte vor rund zehn Jahren den Sohn von Comedy-Figur Heinz Becker. Jezt geht er als Operndirektor nach Salzburg.

Saarbrücken/Salzburg. Intendant war er schon, wenn auch nur kurz, im Berliner Schlossparktheater. Damals war Andreas Gergen 30 – und fürchtete sich nicht vor einem Kamikaze-Auftrag: ein Krisen geschütteltes Haus ohne Fest-Ensemble auf jungen Boulevard zu trimmen und ohne Subventionen zu führen. Insofern ist die Berufung zum Operndirektor am Salzburger Landestheater (wir berichteten) dann doch ein Karrieresprung. Nämlich hinein in die Mehrspartenhaus-Liga, wo es dann irgendwann hinauf gehen könnte bis zum Staatstheater-Chef. „Es war klar, dass freier Regisseur nicht das letzte Ziel meiner Berufsbiografie sein würde.“

Erste Station am Saarbrücker Staatstheater

Wer hätte das vor rund zehn Jahren geahnt, als er neben Gerd Dudenhöffer in der Heinz-Becker-TV-Serie auftauchte, als dessen Sohn Stefan? Ein fixes, fröhliches „Kerlchen“ mit Talent fürs Unterhaltungs-Fach. Letzteres trainierte der als Schauspieler/Musicalsänger ausgebildete Gergen auch als Regisseur, wie die Titel seiner Produktionsliste zwischen „Charlie Brown“ und „Die drei von der Tankstelle“ verraten. Auch am Saarbrücker Theater – seiner Erststation – hat er als Gast in der Dagmar-Schlingmann-Ära immer Vergnügliches serviert: „Die Zauberflöte“, „Hänsel und Gretel“ und zuletzt eine hübsch vergagte „Schöne Helena“. Das große Fach erprobte er mit Puccinis „Madama Butterfly“ für die Merziger „Oper im Zelt“. Im selben Jahr stellte Gergen sich mit „Frau Luna“ am Salzburger Landestheater vor, in einer „regionalisierten“ Fassung, wie er berichtet. Sprich: Kaiserin Sissi kam vor. Ein Volltreffer? Jedenfalls musste Gergen sich nicht groß bewerben. Als die Stelle des Operndirektors frei wurde, griff Landestheater-Intendant Carl Philip von Maldeghem zum Telefonhörer. Gergen war seine erste Wahl.

Spielplan mit sechs Produktionen

Nun muss letzterer für ein „kleines, junges, überschaubares“ Musiktheater-Ensemble (sieben Feststellen) den Spielplan mit sechs Produktionen erstellen. Kein Riesentanker, auch kein Erste-Liga-Haus. Aber: „Wir müssen uns der Konkurrenz stellen“, sagt Gergen. Er meint Salzburger Festspiele. Das Landestheater bespielt einmal pro Spiezeit auch eine der Festspiel-Stätten. Also doch kein Wechsel von der Metropole (Berlin), wo seine Firma Creative Agency ihren Sitz hat, in die Provinz. Gergen will pendeln, einem Direktflug sei Dank. Außerdem wird er weiter Gast-Regie-Aufträge übernehmen, zu gerne auch im Saarland. Gergen: „Ich passe sehr genau auf, dass ich dem Saarland nicht verloren gehe.“

„Seit ich den Ring 1994 in Bayreuth sah, lässt er mich nicht los"

In Salzburg bleibt Gergen zunächst im Musicalfach. Noch als Gast bringt er „Kiss me Kate“ heraus, nach Amtsantritt im August dann „Sound of Music“. Als Operndirektor darf er sich die Stücke aussuchen. Was hat er auf dem Wunschzettel? „Den Ring“, sagt er wie aus der Pistole geschossen. Kleiner hat er’s nicht? Nein. „Seit ich den Ring 1994 in Bayreuth sah, lässt er mich nicht los. Auch in meiner Berliner Studentenzeit habe ich ihn verfolgt, bei Götz Friedrich oder Harry Kupfer.“ Auch ein Ensemble kann Gergen mitformen. Er schließt nicht aus, dass der ein oder andere Saarbrücker Name in Salzburg auftaucht. Vielleicht seine „Schöne Helena“, Stefanie Krahnenfeld? „Warum nicht? Sie ist eine tolle Künstlerin. Ich habe mich über ihre Leistung sehr gefreut.“

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