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Heiße Phase für das Ophüls-Team beginnt

 

Vom 26. Januar bis 1. Februar geht das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis in seine 30. Runde. Das fordert Stehvermögen bei den Organisatoren und ihrem Team. Volle Kinosäle sind die beste Entschädigung für den Einsatz.

Von SZ-Redaktionsmitglied Eric Kolling

Saarbrücken. Die Telefone stehen nicht mehr still, über die Flure und durch die Räume des Filmbüros flitzen die Mitarbeiter wie Leichtathleten. Arbeitsanweisungen tauschen sie nur noch in Halbsätzen zwischen Tür und Angel aus. Im Festivalbüro in der Mainzer Straße ist spürbar, dass der Auftakt der Filmwoche unmittelbar bevorsteht. Die Festivalchefs Philipp Bräuer und Gabriella Bandel müssen bei all dem Trubel den Überblick behalten. Nächste Woche wird es für sie noch turbulenter. Beide pendeln dann ständig zwischen den Kinos, dem Eurobahnhof, dem Pressecafé und der Garage hin und her. Bräuer: "Als Gastgeber möchten wir natürlich so präsent sein wie möglich. Daher begrüßen wir möglichst alle Gäste persönlich, die Filmemacher, Presse- und Branchenvertreter, mit denen wir seit langem in Kontakt stehen." Das geschieht natürlich zwischen den Filmvorstellungen. Gerade die Premieren moderiert die Festivalleitung teilweise selbst an.

Und auch um das Wohlbefinden der Jury kümmert sie sich. Bandel: "Außer dem Festival existiert in dieser Woche nichts. Man entwickelt einen Tunnelblick." Auf mehr als vier bis fünf Stunden Schlaf kommen die wenigsten Mitarbeiter und obwohl es nahe liegend scheint, schaffen es bei dem Kino-Festival trotz der knapp 150 Filme längst nicht alle als Zuschauer mal vor die Leinwand.  Mehr als fünf Stunden Schlaf wird es für sie auch kaum geben - da sind sich neben Bräuer auch Organisationsleiterin Claudia Ruth (38), Marketing-Chefin Sina Schulze (30) und der Assistent des mittellangen Films, Ole Wilken (28), einig.

Verschnaufen geht unter der Woche nicht - da muss es ganz schnell gehen. Die Handys stehen dann kaum noch still. Bräuer: "Für Organisations-Sitzungen ist unser Team zu groß und die Struktur zu gewachsen. Jeder Bereich ist so organisiert, dass die Wochenplanung im Vorhinein feststeht. Damit alle Rädchen ineinander greifen, tauschen wir Neuigkeiten täglich im Pressecafé und am Infocounter aus. Abends in der Garage wird bei Lolas Bistro nochmal der Tagesablauf diskutiert." Die Hoffnung dabei ist immer, dass Pannen ausbleiben. Bräuer: "Stressig würde es, wenn sich Unvorhergesehenes aneinanderreiht. Das reicht von einer Kopienlieferung, die nicht reibungslos verläuft, bis zum Ausfall von Projektionstechnik oder dem spontanen Terminieren von Ersatzvorstellungen." Die Anspannung fällt von den Festival-Chefs erst sehr spät ab: mit Beginn der samstäglichen Filmparty (Brandel) oder sogar erst nach der letzten Sonntagsvorstellung (Bräuer). Für die Mühe allerdings entschädigt die tolle Atmosphäre. Bräuer: "Für mich sind die schönsten Momente dann, wenn ich ausverkaufte Kinosäle betrete."

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