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Heizkosten: St. Wendel lässt Schwimmbäder erkalten



St.Wendel. „Die Energiekosten sind mittlerweile zu einer riesigen Belastung für den Haushalt geworden“, unterstreicht Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU) auf SZ-Nachfrage. Der Ölpreis habe sich in den vergangenen 30 Jahren verachtfacht. Seien es damals umgerechnet nur rund elf Cent pro Liter Heizöl gewesen, so zahle die Stadt mittlerweile gut 90 Cent. Allein das jährliche Defizit bei den laufenden Kosten der Sporthallen summiert sich laut Bouillon auf 1,4 Millionen Euro. Die Bewirtschaftungskosten für die Gebäude der Stadt insgesamt belaufe sich auf 4,5 Millionen Euro im Jahr.

„Wir müssen bei der Heizenergie sparen“, sagt der Verwaltungschef. Deshalb werde die Raumtemperatur in den Sporthallen auf 16 Grad gesenkt. Klaus Bouillon setzt auf das Verständnis der betroffenen Vereine: „Denn durch die Absenkung der Temperaturen können wir vermeiden, dass die Vereine Gebühren für die Hallennutzung bezahlen müssen.“ St. Wendel sei inzwischen eine der wenigen Kommunen im Saarland, die den Vereinen die Hallen noch kostenlos zur Verfügung stellen und für die Dorfgemeinschaftshäuer einen „Anerkennungsbeitrag“ einfordern. Aber es werde immer schwieriger, diesen Service der Stadt aufrechtzuerhalten – bei wachsenden Kosten einerseits und einer Halbierung der eingenommenen Gewerbesteuer andererseits, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Dazu Klaus Bouillon: „Weitere Erhöhungen bei den laufenden Kosten können wir nicht mehr verkraften. Deshalb kann ich auch keine Garantie geben, dass es in den nächsten Jahren nicht zu einer Hallennutzungsgebühr kommen muss.“ Die Stadtverwaltung will zudem die Energiekosten im Wendelinus- Hallenbad verringern. Man habe dort die Temperaturen von 29 auf 27 Grad im Schwimmer- und 28 Grad im Nichtschwimmerbecken gesenkt. Damit sei das Wasser noch deutlich wärmer, als es nach gängigen Empfehlungen sein müsse. Die gingen nur von 24 Grad Wassertemperatur aus.

Das Hallenbad, so Bouillon, verursache gemeinsam mit dem Freibad im Jahr etwa 600 000 Euro Verlust. Kein Verständnis habe die Stadtverwaltung daher für Beschwerden von Schwimmgästen über die gesenkte Badetemperatur. Klaus Bouillon: „Das ist nicht mehr nachzuvollziehen.“ Man werde künftig weiter an Heizenergie sparen müssen oder alternativ höhere Eintrittspreise in Betracht ziehen.


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