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Herdplatte setzt Toaster in Brand: Feuer im ehemaligen Schwestern-Wohnheim war rasch gelöscht

Symbolfoto

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Beunruhigt laufen Menschen aus dem Gebäude. Die Bewohner des ehemaligen Schwesternwohnheims werden am Donnerstagmittag wegen eines Feueralarms evakuiert. „Ich habe auf dem Flur Rauch gesehen, da habe ich meinen Sohn gepackt und bin nach draußen gerannt“, erzählt eine verängstigte Bewohnerin, die sich vor dem Gebäude in Sicherheit gebracht hat. Der Parkplatz des Fellenberg-Parks füllt sich mit Feuerwehrautos und Krankenwagen, die die Einsatzstelle erreichen. Nach und nach bildet sich eine Menschentraube aus Schaulustigen vor dem ehemaligen Wohnheim, das heute vor allem Mietwohnungen vorhält. Noch weiß niemand, was passiert ist.
 

Minuten der Ungewissheit

Mehrere Feuerwehrleute laufen mit Atemschutz ausgerüstet in das Hochhaus. Von außen ist allerdings kein Rauch zu sehen. Manch einer denkt sogar, es handele sich um eine Übung. Der afrikanische Flüchtling Diabate Koumamdian, ebenfalls ein Bewohner des Hauses, weiß nicht, was um ihn herum geschieht: „Ich wollte gerade auf dem Balkon eine Zigarette rauchen. Da riefen die Feuerwehrleute , ich solle sofort runterkommen.“ Für ihn und die restlichen Bewohner sind es Minuten der Ungewissheit. Dann endlich: Entwarnung. Ein Feuerwehrmann ruft: „Alles ist unter Kontrolle!“ Von einem Balkon im dritten Stock bestätigen die Atemschutzträger ihren Kollegen. Der Balkon gehört zur Wohnung von Inge Greger. Mit ihrer kleinen Tochter auf dem Arm und ihrem Freund steht sie noch immer geschockt auf dem Parkplatz: „Wir waren nur schnell das Leergut wegbringen. Als wir zurückkamen, brannte es.“ Als sie eine Getränkekiste vom Elektroherd herunternahm, müsse der sich wohl eingeschaltet haben, vermutet sie im Gespräch mit der SZ. In ihrer Abwesenheit habe durch die Hitze der Herdplatte ein darauf stehender Toaster Feuer gefangen. Zurück in der Wohnung ging laut ihrer Schilderung alles ganz schnell: „Mein Freund packte den Feuerlöscher und löschte den Brand.“ Zu diesem Zeitpunkt war der Hausalarm allerdings schon ausgelöst und die Rettungskräfte alarmiert. „Es war ein dummer Unfall,“ ärgert sich die junge Frau.

„Nachdem wir das Gebäude entlüftet haben, können die Leute zurück in ihre Wohnungen“, erklärt Einsatzleiter Joachim Maxheim. Die 50 angerückten Feuerwehrleute aus Merzig , Mettlach und Merchingen können wieder abrücken. Ebenso die drei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug, die alarmiert worden waren.
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