A1 Trier Richtung Saarbrücken Zwischen AS Eppelborn und AS Illingen Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (08:38)

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Heusweiler: 24 Kilometer Autobahn-Baustelle

Heusweiler. „Flickwerk“ ist ein Begriff, mit dem Christoph Lander vom saarländischen Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) nicht einverstanden ist. Das hört sich zu negativ an und wird dem Bemühen um gute Arbeit nicht gerecht. Gewiss, auf der zwölf Kilometer langen Strecke der A 8 zwischen Heusweiler und Schwarzenholz (und auf den 12 Kilometern in Gegenrichtung) wird mal hier ein nur 50 Qudratmeter großes Feld der Fahrbahndecke abgefräst und erneuert, einen Kilometer weiter sind es 500 Quadratmeter, dazwischen werden einzelne Risse im Asphalt ausgegossen, damit die Straße über den Winter kommt. Aber das Ganze geschieht nach Schilderung des Bau-Überwachers mit Bedacht, strikt nach Erfordernissen der Verkehrssicherheit und mit Blick auf die Kosten. Mancherorts werden nur vier Zentimeter des Asphalts weggenommen, andernorts 13 oder gar 25 Zentimeter. Eine komplette Erneuerung der Autobahn bis in den Unterbau hinein, die zigfach teurer und aufwendiger wäre, ist für etwa 2015 geplant. Bis dahin behilft sich der Besitzer der Straße, also der Bund, mit Reparaturen. Vom Baubeginn am 10. August bis zum geplanten Ende der Arbeiten (Ziel ist der 30. September) soll eine Gesamtfläche in der Größe von etwa 20 Fußballfeldern ausgebessert sein. Trockenes Wetter kommt dem Fortschritt zupass. Welche Arbeiten wo vonnöten sind, wurde und wird bei regelmäßigen Streckenkontrollen erkundet.



An manchen Stellen ist die Fahrbahndecke an ihr quasi vorbestimmtes Lebensalter gekommen (fünf bis zehn Jahre), und das auch nur auf der Überholspur oder auf der rechten Spur, an anderen Stellen haben ihr Verwerfungen und Verkehrsbelastung in Form von Spurrinnen zugesetzt. Wie mit der Schrotflinte verteilt, hat der Frost zentimetertiefe Löcher in den Belag gerissen. Den Motorradfahrer Lander schaudert es bei dem Gedanken, mit hohem Tempo in solch ein Loch zu geraten. Dass vielerorts Tempolimits von 100 oder 80 angeordnet sind, hat seinen guten Grund. So unübersichtlich wie die einzelnen Schadensbilder verteilt sind, so mobil sind die mit den Arbeiten betrauten Firmen. Kaum hat die fast 1000 PS starke Fräse (Stundenverbrauch bis zu 100 Liter Diesel) den Asphalt abgenagt, wird penibel gekehrt und Haftkleber ausgebracht, damit die Asphaltschicht Bindung zum Untergrund bekommt. Die ersten Firmen fangen am Morgen um 4 Uhr an, um Asphaltöfen zu befeuern, die letzten hören in der Abenddämmerung auf. An einem Spitzentag wie dem vergangenen Dienstag waren 25 Sattelschlepper unterwegs, um Material zu bringen und abzufahren. Neben den großen saarländischen Straßenbauern Backes und Dittgen sind spezialisierte Fräser, Reiniger, Verkehrssicherer und Markierer tätig. Die Arbeit auf der Autobahn, wo der Verkehr immer einspurig weiterfließt, ist unangenehm und gefährlich. Da die Männer ständig die Baufelder wechseln, können sie sich nie an eine auch nur gefühlte „Sicherheitszone“ gewöhnen. Wer ihre Arbeit unterstützen möchte, fährt in den Baustellen also gelassen und langsam.
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