Saarland. B41. Gefahrenstelle durch defektes Fahrzeug auf der Johannisbrücke in Fahrtrichtung BAB 623, AD Friedrichsthal. (14:06)

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Heusweiler: Kunterbunte Kunst als Schutz vor Graffiti

Heusweiler. Um Graffiti-Schmierereien auf den Betonflächen der Brücke am Busbahnhof und am Saarbahnhaltepunkt Marktplatz zu vermeiden, hatte die Gemeinde Heusweiler auf Anregung von Bauamtsleiter Albert Dörr und Bürgermeister Thomas Redelberger sowie in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK) einen Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben. Acht Arbeiten waren von den Studenten im Rahmen einer Semesterarbeit eingereicht worden. Eine Jury aus Vertretern der Verwaltung und der Gemeinderatsfraktionen CDU und Linke kürte die ersten drei Preisträger (200 Euro für den Sieger) und vergab zusätzlich einen Sonderpreis für die originellste Idee.

Der Heusweiler Ortsrat sollte als erstes Gremium entscheiden, welcher Entwurf umgesetzt wird. Und hier gab es eine Überraschung: Nicht der Entwurf der Wettbewerbssiegerin Roxana Flentea, sondern der des zweiten Preisträgers, Jules Meiser, soll umgesetzt werden, schlug die Verwaltung vor.

Der Entwurf von Roxana Flentea sieht eine farbige Gestaltung und teilweise Verspiegelung der Flächen vor. „Das ist eine sehr schöne Idee, aber sie ist von den Kosten und vom Verwaltungsaufwand her nicht zu verwirklichen. Dazu kommt die Gefahr, dass mit Beschädigungen und Reparaturen zu rechnen ist“, sagte Albert Dörr in der Ortsratssitzung.

Der Entwurf des zweiten Preisträgers setzt sich mit der Eindämmung illegaler Graffiti im öffentlichen Raum auseinander. Die Wandflächen der Brücke sollen mittels einer Schablonenbesprühung und mit bunten Mustern, die einen Bezug zu Bus und Bahn haben, gestaltet werden. Die bunten Muster machen wilde Graffiti oder Schriftzüge schlecht lesbar. Und falls Sprayer die Flächen dennoch verunstalten, kann der Schaden dank der Schablonentechnik leicht korrigiert werden, ohne dass diese Stellen als Reparaturflächen zu erkennen sind. „Das wird den Reiz nehmen, dass man dort willkürliche Besprühungen macht“, sagte Dörr. Die Kosten dieses Projektes werden mit 7000 Euro beziffert.

Der Sonderpreis wurde an Alexander Karle vergeben, weil sich seine Idee sehr gut mit den Ideen der Preisträgern kombinieren ließe. So schlägt Karle vor, einen großen alten Treibholzstamm im Bereich des Köllerbachs als Sitzbank anzubieten. Daneben sollen Kiwis wachsen, und auf einer freien Fläche könnte Graffiti umgesetzt werden.

„Die Studenten haben sich so viel Mühe gegeben und Gedanken gemacht, damit sie was Ordentliches präsentieren. Das wird zu einem Highlight für Heusweiler“, meinte Klara Feld (Die Linke).

Der Ortsrat plädierte schließlich einstimmig dafür, dass der Entwurf des zweiten Preisträgers umgesetzt werden soll. Außerdem regte der Ortsrat auf Vorschlag von Uwe Anholt (FDP) einstimmig an, dass zusätzlich der Treibholzstamm installiert werden soll. Auf die Kiwis will der Ortsrat aber verzichten.
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