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Heusweiler Rathaus-Einbrecher erbeuten fast 3000 Euro

Ins Heusweiler Rathaus wurde eingebrochen.

Ins Heusweiler Rathaus wurde eingebrochen.



Heusweiler. Dass sie verräterische Fußspuren im Schnee hinterlassen würden, nahmen sie wohl billigend in Kauf, die Einbrecher, die in der Nacht zum Freitag, irgendwann zwischen 21 und 6 Uhr, in das Rathaus in Heusweiler eingedrungen sind. Die Aussicht auf Beute war wohl zu verlockend. Nach Polizeiangaben bemerkte der Hausmeister die Tat am Morgen beim Aufschließen. Es ist von mindestens zwei Einbrechern auszugehen, die sich dem Gebäude vom Parkplatz an der Illinger Straße näherten. Vermutlich hatten sie ein Auto dabei. Sie versuchten an mehreren Stellen einzudringen und schafften es schließlich durch eine Seitentür, die sie aufhebelten. Die Täter nahmen in diversen Räumen im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss insgesamt fast 3000 Euro an sich, wie Gemeinde-Sprecher Hans Trouvain nach einer ersten Bestandsaufnahme mitteilte.

Ob auch Stempel, Dokumente oder Ausweise wegkamen, wie zwei Tage vorher bei einem Diebstahl im Ensdorfer Rathaus, muss noch eine genaue Prüfung ergeben. Nach einem ersten Eindruck war dem nicht so. Auch alle Computer und Laptops seien wohl unangetastet geblieben, sagte Bürgermeister Thomas Redelberger. Das Bürgerbüro sowie Standesamt, Vollstreckungswesen und Gemeindekasse blieben am Freitag ganztägig geschlossen. Zunächst waren die Besucher des Rathauses per Aushang informiert worden, dass bis 9.30 Uhr geschlossen bleibe. Das war aber zu optimistisch geschätzt. Drei Kriminalbeamte der Polizei- Inspektion Köllertal waren fast bis Mittag damit beschäftigt, Spuren zu sichern.

Außerdem war eine Menge Durcheinander aufzuräumen. Die Täter hatten mit roher Gewalt sieben abgesperrte Innentüren sowie zahlreiche Schränke und Schubladen aufgebrochen. Die Inhalte verstreuten sie wild in den Zimmern. Die betreffenden Mitarbeiter wurden jeweils „ausgelagert“, bis die Tatortbesichtigungen abgeschlossen waren. Dieser Einbruch war wohl für alle ein außergewöhnliches Ereignis. Hans Trouvain jedenfalls, seit 40 Jahren beim Amt beschäftigt, hatte solch ein massives Delikt noch nie erlebt. Wie so oft bei Einbrüchen in öffentliche Gebäude lag der Sachschaden um ein Mehrfaches höher als die Beutesumme. Ein Polizeisprecher nannte auf Anfrage unserer Zeitung eine Schadenssumme von 15 000 Euro – so eine erste Schätzung.

Während private Hausbesitzer gut beraten sind, zum Schutz vor Einbrechern zwar Außentüren fest zu verriegeln, Innentüren aber offen zu lassen, da sie kaum Widerstand bieten, gilt diese Empfehlung für ein Rathaus eher nicht. Hier sind von früh bis spät unkontrolliert Menschen unterwegs, auch müssen sensible Dokumente vor Blicken und Zugriff geschützt sein. Man kann nichts offen liegen lassen und muss in einem Einbruchsfall dann solche Zerstörungsorgien hinnehmen. Das Bürgerbüro wird am Montag voraussichtlich wieder normal geöffnet sein. 

Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Köllertal in Heusweiler, Tel. (0 68 06) 91 00.


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