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Heute Spiel 1. FCS gegen Dresden im Ludwigspark

Enver Marina hat in dieser Saison in der 3. Liga passabel gespielt. Der Torhüter des 1. FC Saarbrücken gibt sich die Note drei, erwartet von sich aber mehr. Von der Mannschaft erwartet er heute drei Punkte gegen Dresden.

Enver Marina hat in dieser Saison in der 3. Liga passabel gespielt. Der Torhüter des 1. FC Saarbrücken gibt sich die Note drei, erwartet von sich aber mehr. Von der Mannschaft erwartet er heute drei Punkte gegen Dresden.

Saarbrücken. Schusstraining beim Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken. „Komm Enver, jetzt kein Tor mehr!“, brüllt Trainer Jürgen Luginger. Die Aufmunterung an Torwart Enver Marina könnte so auch für die kommenden Spiele stehen bleiben. „Enver ist für uns ein ganz wichtiger Spieler“, sagt Luginger, „gerade in dieser Situation muss er sich mit seiner Erfahrung noch mehr einbringen. Seine ganze Körpersprache muss aussagen: Kommt nur her, ich bin schon da“.

Doch der 34-jährige Albaner war in dieser Spielzeit noch nicht der überragende Rückhalt. „Ich würde mir als Note eine Drei geben“, sagt Marina, „außer in Regensburg habe ich keinen groben Fehler gemacht.“ Damals wollte er einen Eckball verhindern, gab dem Gegenspieler aber damit die Vorlage zu einem Tor. Am Ende hieß es nach 2:0-Führung nur 2:2. Auch bei Gegentoren in Braunschweig, gegen Jena, in Aalen oder gegen Koblenz waren es nicht wenige, die Marina ein Mitschuld ankreideten. „Die Fans erwarten, dass ich auch unhaltbare Bälle halte“, sagt der Familienvater, der in Dudweiler wohnt, „aber das geht halt nicht immer so einfach. Dazu brauchst du auch etwas Glück. Niemand ärgern Gegentore so wie mich.“

Glück hatte Marina in den vergangenen zwei Jahren zumindest gesundheitlich eher selten. Seine langwierige Leistenverletzung kostete ihn fast die halbe Saison in der Regionalliga, auch vor dem Drittligastart war Marina plötzlich nicht einsetzbar. „Ich war optimal vorbereitet und heiß“, erinnert sich der Ex-Neunkircher, „dann bekomme ich einen Muskelfaserriss und muss fünf Spiele zuschauen.“ Nach seiner Rückkehr blieb der FCS sieben Spiele lang unbesiegt, spielte vier Mal zu Null. Beim Torlos-Remis bei Bayern München II rettete Marina sogar den Punkt. „Es hilft nichts, zurückzuschauen. Wir müssen nach vorne blicken“, sagt der Mann, der nie Alkohol trinkt, „wir müssen anfangen zu punkten. Ich bin vor vier Jahren mit dem FCS abgestiegen, das will ich nie wieder erleben müssen.“

Darum sollte heute gegen Dynamo Dresden (Anstoß 18.30 Uhr) unbedingt ein Heimsieg her. Aber ohne Manuel Zeitz (verletzt), Jonathan Zydko und Manuel Stiefler (beide gesperrt) plagen den FCS Personalsorgen. „Natürlich können wir einen Fußballverrückten wie Manu nicht ersetzen“, sagt Marina, „aber wir haben andere Spieler im Kader, die jetzt zeigen müssen, dass sie es in dieser Klasse können.“ Für Zeitz soll nun Marcus Mann aus der Abwehr auf die Sechserposition rücken, dafür soll Neuzugang Kai Gehring Innenverteidiger spielen. Die Fans sind auf jeden Fall heiß auf das Spiel. „Für unsere Farben Alles geben, am Freitag die drei Punkte nehmen“ – mit diesem Spruchband tauchten gut 30 Fans gestern beim Training der Mannschaft auf. Marina und Kollegen wissen nun also Bescheid. cor
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