A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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Heute geht es für die Handballer um alles

Saarlouis. Der Spieltag, den die 2. Handball-Bundesliga Süd an diesem Samstagabend erleben wird, ist an Dramatik kaum zu überbieten. Durch eine einzigartige Konstellation entscheiden nur zwei Spiele über das Schicksal der vier daran beteiligten Vereine. Es geht um den direkten Aufstieg in die 1. Liga, den möglichen Klassenverbleib in der neuen eingleisigen 2. Liga und den Abstieg in die 3. Liga. Die Objekte der Begierde: die Plätze eins (direkter Aufstieg in die 1. Liga) und zehn (Relegationsplatz zum Klassenverbleib).

Die HG Saarlouis hat als Zehnter den Tabellenführer TV Hüttenberg zu Gast. Beginn ist um 18 Uhr in der Stadtgartenhalle. Sie kann sich mit einem Sieg aus eigener Kraft für die Relegation qualifizieren. Dafür muss sie so punkten wie Aue – es sei denn, der punktgleiche EHV Aue als Tabellenelfter gewinnt daheim zur gleichen Zeit gegen den Tabellenzweiten Bergischer HC mit einem um 14 Tore größeren Vorsprung als die HG – was unwahrscheinlich ist.
Auch im Fall von Niederlagen von Saarlouis und Aue entscheidet die Tordifferenz über die Platzierung. Saarlouis hat eine Tordifferenz von plus sieben, Aue eine von minus sechs.

Im Kampf um den Aufstieg hat der Bergische HC die Chance, Hüttenberg zu überholen, um nicht in die Aufstiegs-Relegation gegen den Zweiten der 2. Liga Nord zu müssen – doch dies nur bei einer Hüttenberger Niederlage in Saarlouis. Auf Grund der deutlich besseren Tordifferenz reicht Hüttenberg für den Aufstieg faktisch ein Unentschieden.
„In einer solchen Situation braucht man die Spieler nicht extra zu motivieren“, sagt der Saarlouiser Trainer Andre Gulbicki. „Wir müssen alle unsere bestmögliche Leistung abrufen können, eine gute Tagesform erwischen. Dann sind wir auch in der Lage, gegen Hüttenberg zu gewinnen“, sagt der gebürtige Pole: „Der Wille ist auf jeden Fall vorhanden. Wir sind gut auf den Gegner eingestimmt und werden alles geben.“

Die Zuschauer werden das auch, aus der Stadtgartenhalle wird einmal mehr die Stadtgartenhölle. Die Sitzplätze sind ausverkauft, gleiches dürfte am Spieltag auch bei den Stehplätzen der Fall sein. Der TV Hüttenberg wird also eine grüne Hölle vorfinden.

Die psychische Belastung jedes Einzelnen auf dem Feld sieht Gulbicki angesichts von Motivation und Siegeswillen seiner Mannschaft nicht als Problem: „Wir haben seit Saisonbeginn nur schwere Spiele, in denen es fast immer um alles ging. Wir sind die Belastung also gewohnt. Jetzt gilt es, noch einmal alle Kräfte zu bündeln.“
Das will auch der direkte Konkurrent der HG Saarlouis, der EHV Aue. „Glück wünschen können wir Saarlouis natürlich nicht. Aber man muss ganz klar sagen, dass beide Vereine den Klassenverbleib verdient hätten und ich dem späteren Absteiger wünsche, gleich wieder aufzusteigen“, sagt EHV-Geschäftsführer Rüdiger Jurke.
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