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Heute ist Tag des Ausbildungsplatzes: Im Saarland sind Aktionen geplant

Saarbrücken. „Vor dem Hintergrund der heraufziehenden demographischen Wende sollten die Unternehmen in ihren Ausbildungsbemühungen gerade jetzt nicht nachlassen“, sagt Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit in Saarbrücken angesichts des heutigen Tags des Ausbildungsplatzes, an dem die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Saarland und Rheinland-Pfalz in über 1000 Unternehmen für das Thema Ausbildung werben wollen.

Im vergangenen Jahr hat die Aktion 250 zusätzliche Plätze gebracht

„Im Moment ist angesichts der Krise in vielen Betrieben eine gewisse Vorsicht geboten, sich an Auszubildende zu binden“, sagt Hans-Hartwig Felsch, Leiter der Arbeitsagentur in Saarbrücken. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Unternehmen auch langfristiger denken, denn angesichts des demographischen Wandels werden sie sonst Probleme bekommen, freiwerdende Stellen wieder zu besetzen.“

Mehrere Teams der Arbeitsagentur Saarbrücken sind heute laut Felsch damit beschäftigt, entweder per Telefon oder bei einem Besuch die Unternehmen zu kontaktieren. Dabei geht es natürlich auch darum, den Bewerbern zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. „Im vergangenen Jahr hat die Aktion 250 zusätzliche Plätze gebracht, bei insgesamt 6300 gemeldeten Ausbildungsplätzen“, sagt Eva Schmidt von der Regionalagentur. Dabei gehe es auch darum, zusätzliche Plätze in Bereichen zu schaffen, in denen bereits ein Überhang an Interessenten absehbar ist.

Besonders kleinen Unternehmen können  bald Fachkräfte verloren gehen

Während das Projekt „Tag des Ausbildungsplatzes“ vor 15 Jahren aus dem Impuls heraus entstanden ist, zusätzliche Plätze für zu viele Schüler zu schaffen, hat sich der Fokus laut Schmidt aber jetzt etwas verschoben: „Früher gab es den Schülerberg, jetzt ist es am Kippen und die Firmen müssen schauen, wie sie neue Kräfte nachziehen können.“ Besonders kleinere Unternehmen hätten wegen fehlender Personalplanung nicht im Blick, dass ihnen bald die Facharbeiter verloren gehen.

In der Zukunft werde es verstärkt darum gehen, statt zusätzlicher Arbeitsplätze geeignete Auszubildende zu finden, so Schulz. Hier seien aber noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, erklärt die Chefin der Regionalagentur. Reichlich Potenzial gebe es beispielsweise noch bei Mädchen, die sich bislang auf wenige Ausbildungsberufe beschränkten, ausländischen Jugendlichen sowie behinderten und benachteiligten Jugendlichen.

Insgesamt bewertet Peter Nagel, Geschäftsführer des Bereichs Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes, das Ausbildungsniveau hier zu Lande aber immer noch positiv. „Generell kann man sagen, dass die Ausbildungsbereitschaft unverändert auf hohem Niveau ist“, sagt Nagel. Die Zahl der bisher eingegangenen Verträge läge zwar aktuell etwas unter dem Stand des Vorjahres, die Signale für das Gesamtjahr seien aber positiv. Einschränkungen gebe es in den Branchen, die noch mit Kurzarbeit zu tun hätten. Hier sei die Bereitschaft zur Ausbildung etwas verhaltener, sagt Nagel.

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